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Konflikte in der Familie, Eltern,Kinder

Zunächst möchte ich kurz den Begriff Konflikt erklären. Das Wort Konflikt kommt aus dem lateinischen: confligere und bedeutet aneinandergeraten, kämpfen.

Es geht also um widersprüchliche Meinungen, Interessen, Erwartungen oder Handlungen in unserem Lebensalltag und im Umgang mit anderen Personen. Man kann sich also leicht vorstellen, dass der Alltag von Konflikten geprägt ist und Konflikte zu unserem Leben dazu gehören. Dabei kann eine Person mit sich selbst oder mit anderen Personen im Konflikt stehen.

Konflikte sind aber nicht immer negativ behaftet, er kann  auch eine Chance sein und positiv  betrachtet werden.

 

Zunächst muss die Situation bewertet werden. Ob sich eine Situation zu einem Konflikt entwickelt, hängt von der jeweiligen Person, nämlich von der persönlichen Sichtweise ab. Für wie schwerwiegend sie diese Situation betrachtet. Nicht jede widersprüchliche Situation ist gleich ein Konflikt. Wird er positiv aufgelöst handelt es sich nicht um einen solchen. Mit steigender Belastung sinkt die Fähigkeit die Situation bzw. den Konflikt zu bewältigen. Dieses persönliche Bewältigungserleben hängt von verschiedenen Faktoren ab. Nämlich den biologisch, psychisch, und sozialen Grundbedingungen und den Erfahrungen im Umgang mit Konflikten in der Vergangenheit. Entscheidend ist, wie die Herkunftsfamilie mit Konflikten umgegangen ist. Ein weiterer Punkt ist die Frage nach der Entstehung von Konflikten und die Art der Bewältigung. Sucht die Person  die Schuld bei sich selber wird sie anders damit umgehen, als wenn sie die Schuld dem Gegenüber gibt. Ein letzter wichtiger Punkt sind die materiellen und sozialen Ressourcen. Ein Vorhandensein dieser Ressourcen trägt einer positiven Konfliktlösung häufig bei.

 

Konflikte hängen aber auch von den beteiligten Personen ab, ob eine Situation als Konflikt erlebt wird und wie diese eingeschätzt wird. Mit diesen Personen bilden wir ein System. Das kann der Freundeskreis oder der Familienkreis sein. Das Familiensystem besteht beispielsweise aus Großeltern, Eltern und den Kindern. Diese beteiligten Personen haben unterschiedliche Sichtweisen auf die Dinge = subjektive Sichtweise. So sieht der Vater die gleiche Situation in der Erziehung mit seinem Kind  eventuell ganz anders als die Mutter oder die Großmutter. Jeder hat seine eigene Sichtweise. Es gibt auch nicht die richtige oder die falsche Sichtweise. Diese subjektiven Sichtweisen hängen von der individuellen Erwartung und Einstellung ab, die durch die Herkunftsgeschichte, unsere persönlichen konkreten Erfahrungen, Informationen und äußere gesellschaftliche Einflüssen geprägt werden. Die beteiligten Personen innerhalb eines Systems beeinflussen sich wechselseitig. Aus diesen wechselseitigen  Beeinflussungen ergeben sich typische Verhaltens-bzw. Interaktionsmuster. Auch die einzelnen Systeme wie Schule, Familie und Freunde beeinflussen sich  gegenseitig, da wir in der Regel in mehrere Systeme eingebunden sind.

Ein letzter Punkt sei noch genannt, denn Konflikte hängen auch von äußeren Bedingungen ab. Dazu zählen  kulturelle, soziale und politische Faktoren. Zur aktuellen Situation in Deutschland,  kann hier also die Frage gestellt werden, ob unterschiedliche kulturelle Hintergründe im Miteinander in Deutschland zu Konflikten führen können. Die Antwort ist sicher schon bekannt (aktuelle Flüchtlingspolitik).

 

Wird also eine Situation als Konflikt erlebt, den man alleine nicht bewältigen kann, wird man sich Hilfe suchen. Das kann zunächst im Freundeskreis sein, aber bei schwerwiegenden Konflikten auch eine Beratungsstelle. Der Erziehungsberater hat die Aufgabe, den Konflikt aus den unterschiedlichsten Sichtweisen zu betrachten, um die Entstehung des Konfliktes nachvollziehen zu können und eine Lösung zu finden.

 

Kommt ein Elternpaar in die Beratungsstelle, da es Probleme mit ihrem Kind hat, so reicht es nicht aus nur auf das Kind zu schauen, sondern auch die Eltern müssen mit einbezogen werden. Im Gespräch müssen Fragen geklärt werden wie: Welche Erwartungen haben die Eltern an ihr Kind? Wie ist das soziale System? Wie sind die äußeren Bedingungen? Wie ist die Herkunftsfamilie der Eltern?  Wie beeinflusst die Kultur oder die Politik? Haben die Eltern das Problem vielleicht verursacht, da sie eine zu hohe Erwartung an das Kind stellen? Haben die Eltern unterschiedliche Erwartungen an das Kind und führt das zu Konflikten? Es sind viele Fragen die geklärt werden müssen.

Es ist also wichtig, die unterschiedlichen Sichtweisen zu betrachten. Nur so der Berater die Entstehung des Konfliktes nachvollziehen und eine Problemlösung herbeiführen

 

Konflikte gehören zum Leben dazu. Konflikte können eine Chance sein. Sie treten insbesondere am Arbeitsplatz, in der Familie, in einer Beziehung oder unter Freunden auf. Die größte Chance kann sein, wenn beide Konfliktpartner erkennen, dass die Unterschiede, die den Konflikt auslösen, in Wirklichkeit eine wertvolle Ergänzung oder Bereicherung sein können. Ein Konflikt kann somit konstruktiv sein. Die beste Lösung bei der Bewältigung eines Konfliktes ist die „Win-Win“ Situation. Es gibt keinen Gewinner und keinen Verlierer. Es wird ein Konsens gefunden, ein Kompromiss geschlossen. Es können  aus dem Du und Ich ein „Wir“ entstehen.

 

Beispiel:

Das Pflegepersonal meiner Schwiegereltern. Seit vielen Jahren werden meine Schwiegereltern von 3 Pflegekräften betreut. Bisher lief alles reibungslos. Seit ca ½ Jahr arbeitet eine neue Pflegekraft bei meinen Schwiegereltern.  Die Stundenzahl ist bei den jeweiligen Kräften festgelegt. Die Arbeit wurde bisher von allen Kräften gleich verrichtet. In den letzten Wochen kam es immer mehr zu Auseinandersetzungen bei dem Personal. Die neue Kraft, ich nenne sie, Kraft A, beschwerte sich darüber, dass Kraft B ihre Arbeit nur unzureichend ausführt und sie deswegen immer mehr machen müsste. Das führte dazu, dass Kraft A anfing aufzuwiegen was sie schon alles gemacht hat und was Kraft B nicht macht. Dabei blieb dann auch schon einmal Arbeit liegen und die Leidtragenden waren meine Schwiegereltern. Bei Kraft C wurde jeweils der Unmut abgeladen.  Für Kraft C war das eine unhaltbare Situation. Sie  saß zwischen den Stühlen, konnte beide Parteien verstehen und bat sie zu einem gemeinsamen Gespräch. Beide sollten die Sicht der Dinge darstellen. Aus einer beginnenden heftigen Auseinandersetzung wurde schließlich ein konstruktives Gespräch, in dem die Aufgabenverteilung nun genau definiert wurde. Außerdem wurde vereinbart, wenn es erneute Probleme gibt, wird das Gespräch sofort gesucht. Seit diesem Gespräch funktioniert die Zusammenarbeit wieder einwandfrei. Inzwischen gehen die Beiden auch abends gemeinsam einen Wein trinken.:-)

 

Dieser Konflikt war ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. Es zeichnete sich ab, dass sich etwas ändern muss, denn so war eine gemeinsame Zusammenarbeit nicht mehr möglich. Durch das gemeinsame Gespräch, zu dem beide Parteien gebeten wurden, denn untereinander hätten sie es wahrscheinlich nicht geklärt, hatten beide die Chance sich zu äußern und auch gleichzeitig das eigene Handeln zu reflektieren. Sie haben mehr über die Sichtweise des anderen, aber vielleicht auch über sich selber erfahren und konnten ein Problembewusstsein entwickeln. Dieses Gespräch in seiner Analyse fördert die Persönlichkeitsentwicklung der einzelnen Personen. Durch das gemeinsame Bemühen um eine Problem- bzw. Konfliktlösung entsteht Einigkeit und Gemeinsamkeit und jeder erfährt mehr über die Gefühle und Ansichten des anderen. Aus den Konfliktgegnern wurden schließlich Konfliktpartner. Hätten jedoch beide Partner alleine das Gespräch gesucht und wären zu einer Problemlösung gekommen, wären sie vielleicht gestärkter und selbstbewusster aus der Situation herausgegangen(Spekulation). Für die Kraft C hat sich die unangenehme Situation erledigt zwischen den Stühlen zu sitzen. Aus dem zerrissenen Team wurde wieder wie früher ein funktionierendes Team.

 

 

 

 

 

 

Die Identität

Die Identität bildet sich im jungen Erwachsenenalter, Jugendalter aus und ist das Ergebnis von Suche und Entscheidung. Die Identität ist eng verbunden mit dem Selbstbild. Der Jugendliche möchte sich die Frage beantworten: Wer bin ich?

In der Zeit zum Erwachsenwerden müssen die Jugendlichen Entwicklungsaufgaben bewältigen, um eine stabile Identität zu entwickeln.

Dazu gehört:

 

 

Akzeptanz der eigene körperlichen Entwicklung

Die Geschlechterrolle finden

Emotionale Unabhängigkeit gegenüber den Eltern entwickeln- Abnabelung

Ausprägung der  Beziehungen zu Altersgenossen-Peergroup

 

 

 

 

Erste Aufnahme intimer Beziehungen

Berufliche Orientierung

Partnerwahl

Die eigene Familie planen

Soziale Verantwortung entwickeln

Ein persönliches Wertesystem entwickeln

 

Zu einer stabilen Identitätsausbildung gehört aber auch das Umfeld, wie Familie, Schule und Freunde. Werden die Jugendlichen in ihrem Erwachsenwerden gestützt, gestärkt und unterstützt, so werden sie ein positives und gestärktes Selbstbild entwickeln. Werden sie jedoch nicht unterstützt kann es zu Störungen in der Identitätsentwicklung kommen. Viele Symptome der Identitätsstörung zeigen sich im Selbstbild.  Sie haben ein mangelndes Selbstbewusstsein oder halten sich sogar für Versager. Sie sind häufig pessimistisch und ziehen sich zurück, oder sind d leicht beeinflussbar und sind abhängig von der Meinung anderer. Die Jugendlichen entwickeln möglicherweise ein Suchtverhalten (Drogen, Alkohol, Essstörung).

Dies kann möglicherweise auch zu noch größeren Störungen führen, wie z.B.  Magersucht, Depression oder Borderline. Aber auch auf der Beziehungsebene kann es zu Störungen der Identität kommen.

Auf der Beziehungsebene innerhalb der Familie kommt es zu Problemen, da die Eltern andere Vorstellungen haben als die Kinder oder auch Forderungen stellen, die die Kinder nicht erfüllen können. Es entsteht ein Leistungsdruck.

Ebene der äußeren Bedingungen

Auch gesellschaftlich stehen die Jugendlichen unter einem gewissen Druck. Sei es das Aufzeigen von Idealen in Bezug auf das Aussehen oder der Druck, dass man heutzutage etwas erreichen muss, um Ansehen zu bekommen. Das kann zu einer instabilen Identitätsentwicklung führen.

 

 

 

 

Karin Schuh

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Man kann nicht nicht kommunizieren

Metakommunkation

Von Metakommunikation spricht man, wenn Menschen, Sender und Empfänger, innerhalb eines  Gespräches von ihren Gefühlen, der Wahrnehmung und ihrem Verhalten sprechen. Hier wird die Art und Weise wie Menschen miteinander umgehen beschrieben. Der Prozess des Gespräches wird verlassen und es wird auf einer anderen Ebene über das Wie des Gespräches geredet. Es wird über das Reden geredet.

 

Das Ziel der Metakommunikation ist eine Klärung oder Verbesserung der Kommunikations- und Beziehungsebene in einem Gespräch. Es dient z.B. zur Selbstreflektion, um das eigene Verhalten zu überprüfen und gegebenenfalls auch zu verändern. Zum anderen kann sie eingesetzt werden, wenn ein Gespräch

- schleppend oder sehr einseitig verläuft

- bei Interessenkonflikten

- bei Langeweile

- Unzufriedenheit von Sender und Empfänger

- Aggressivität und schlechten “Arbeitsergebnissen“.

 

Beim Einsatz von Metakommunikation

 

- nicht nur auf die eigenen Gefühle, Interessen und Meinungen achten,  sondern auch auf die der anderen

-  dem Gegenüber die nötige Aufmerksamkeit erweisen, die Partner müssen einander      zuhören

- Störungen zulassen (was stört den anderen im Moment?)

- ICH Botschaften senden und keine DU Botschaften

- das Gegenüber nicht angreifen oder beschuldigen

- dem Gegenüber die volle Aufmerksamkeit schenken

- Feedback geben, wie man die andere Person wahrnimmt, welche Gefühle sie auslöst

- Feedback sollte beschreibend sein und nicht bewertend. Es sollte unmittelbar folgen, egal, ob es positiv oder negativ ist.

- Bei einem Feedback sollte man sich nicht wehren oder rechtfertigen. Es kann auch als eine Chance angesehen werden. 

Definition Kommunikation:

 

Der Begriff Kommunikation ist abgeleitet vom lateinischen communicare (mitteilen, sich verständigen) bezeichnet die Gesamtheit aller Informationen auf verbaler und nonverbaler Ebene, die zwischen mindestens zwei Menschen ausgetauscht werden. Kommunikation ist kein Monolog, sondern ein Dialog.

 

Die richtige Kommunikation ist schwierig und es kommt daher oft zu Problemen.

 

Eine Seite -Sender-  möchte etwas mitteilen, also eine Nachricht senden. Die andere Seite -Empfänger- versucht die Nachricht zu entschlüsseln. Versteht der Empfänger die Nachricht nicht oder falsch, so kommt es zu Verständigungsschwierigkeiten und damit zu Kommunikationsproblemen.

Wichtig ist also zunächst, dass Sender und Empfänger die gleiche Sprache sprechen.

 

Es gibt aber auch andere Gründe warum es zu Kommunikationsproblemen kommen kann:

- unterschiedliche Kulturen

- unterschiedliche Dialekte

- unterschiedliche Hobbys (Fachsprache)

- unterschiedliche Berufsgruppen (Fachsprache)

- das gleiche Wort wird unterschiedlich interpretiert.

- mangelnde Aufmerksamkeit, wenn das Gegenüber nicht zuhört

oder

-wenn man den anderen nicht kränken möchte

 

 

Beispiel: (wenn man den anderen nicht kränken möchte)

 

Die Frau fragt beim Abendessen: „ Wie findest du das Essen, ist ein neues Rezept, habe ich heute im Internet gesehen und direkt ausprobiert, wollte dich damit überraschen?“

Mann antwortet: „Ganz gut.“

Frau „ Ganz gut???? Ist das alles? Findest du es ganz gut oder wirklich lecker?“

Mann : „Ganz lecker….“

 

Die Frau hofft, dass ihrem Mann das Essen gut schmeckt und erwartet ein Lob, stattdessen äußert sich der Mann eher neutral. Sie ist enttäuscht. Vielleicht schmeckt dem Mann das Essen auch gar nicht so gut, möchte seine Frau aber auch nicht kränken, da sie sich offensichtlich viel Mühe gegeben hat und ihrem Mann eine Freude machen wollte.

 

Ein weiteres Kommunikationsproblem kann auftreten, wenn es  für mehrere Begriffe nur ein Wort gibt.

 

Beispiel (das gleiche Wort wird unterschiedlich interpretiert)

 

Der Sender sagt zum Empfänger: „Ich gehe jetzt auf die Bank.“ Das kann bedeuten, dass der Sender vor hat in das Gebäude, nämlich die Bank zu gehen oder aber, dass er vor hat sich auf die Bank im Park zu setzen.

 

Kommunikationsprobleme können auch auftreten, wenn nonverbale Signale falsch interpretiert werden. Wir wissen heute, dass ca. 2/3 Drittel der Sprache nonverbal abläuft und zwar hauptsächlich über den visuellen und akustischen Kanal, durch Gesten, Körperhaltung, Mimik, Betonung und Sprachmelodie.  Sprechen Mimik und Gestik eine andere Sprache als das gesagte Wort, kommt es zu Kommunikationsproblemen. Nach Watzlawick kommuniziert man auch, wenn man nicht spricht.

 

 

Beispiel: (wenn Worte und Verhalten falsch interpretiert werden)

 

Beispiel: Die Frau hat den Verdacht, dass ihr Mann fremdgeht. Er gibt ihr aber keine klare Antwort darauf, sondern nimmt sie in den Arm und küsst sie und versucht schnell auf ein anderes Thema zu kommen.

 

Ein weiteres Kommunikationsproblem kann durch ein fehlendes Feedback auftreten. Gesprächsteilnehmer, weichen Fragen aus, haben Angst oder geben einfach nur das wieder, was der Andere hören möchte. Das kann zu erheblichen Problemen führen.

 

Kommunikationsprobleme können auch durch die falsche Interpretation in Emails, SMS, Whats app usw. entstehen. Der Empfänger kann oft nicht wissen was der Sender meint.

Unklare und mehrdeutige Aussagen führen zu Kommunikationsproblemen. Auch hier kann der Empfänger nicht immer wissen was der Sender meint. Unterschiedliche Befindlichkeiten von Sender und Empfänger kann zu Problemen führen.

 

Es gibt viele Möglichkeiten warum es zu Kommunikationsproblemen führen kann. Wichtig ist also, dass klar formuliert wird was jemand möchte oder nicht möchte. Außerdem sollte das gesprochenen Wort und die Körpersprache miteinander harmonieren. 

Ein Frau und ein Mann lernen sich kennen. Sie unterhalten sich angenehm und der  Mann fragt sie, ob sie am nächsten Abend gemeinsam essen gehen wollen. Er verabschiedet sich mit einem Kuss und nimmt sie kurz in den Arm. Sie freut sich und glaubt, dass er sie gerne mag und kann sich vorstellen, dass da mehr passieren kann. Der nächste Abend läuft in angenehmer Atmosphäre ab. Sie jedoch hofft immer auf eine Geste oder ein Zeichen von ihm, dass er sie wirklich interessant findet und sie näher kennenlernen möchte. Beim Abschied bekommt sie wieder eine Kuss und ein kurze Umarmung.

Sie ist enttäuscht. Er jedoch fand den Abend schön und harmonisch und hatte keine weiteren Absichten.

 

                        

 

Kommunikationsprobleme können allerdings auch auftreten, wenn:

- minutenlange Monologe geführt werden

- bei ständigen Unterbrechungen

Das eigentliche Gespräch aus dem Ruder läuft und man über ganz Anderes spricht

-das Gespräch in Streit oder gegenseitigen Anschuldigungen ausartet.

 

Menschen verwenden oft unterschiedliche Kommunikationskanäle. So erwartet die eine Person eine Botschaft, durch einen bestimmten Gesichtsausdruck (visuell), die andere Person aber zeigt es durch eine Berührung (taktil).

 

 

Inkongruenz von Botschaften ist auch ein Problem der Kommunikation. Das heißt, das Gesagte stimmt mit der Körperhaltung oder dem Gesichtsausdruck nicht überein. Das passiert häufig, wenn der Eine einer Stellungnahme aus dem Weg gehen möchte oder der Sender hat Angst vor Konsequenzen.

In der Partnerschaft kommt es häufig vor, dass man aus Angst vor Zurückweisung oder aus Angst sich dann damit auseinandersetzen zu müssen, sich nicht mitteilt.

 

Das Vier Ohren Modell

Das Vier Ohren Modell  von Friedemann Schulz von Thun ist das bekannteste Modell, das Kommunikationsquadrat.

 

Von Thun geht davon aus, dass Kommunikation auf vier Ebenen stattfindet. Demnach hat der Sender „vier Münder“ und der Empfänger „vier Ohren“. Bei einem Gespräch sind immer vier Münder und vier Ohren beteiligt. Dieses Modell zeigt auf, wie schwierig es ist sich untereinander zu verstehen. Jedes Gespräch ist eine Interpretationssache. Eine Nachricht wird immer auf 4 Kanälen gesendet und somit auf 4 Kanälen empfangen. Das Gesagte kommt nicht immer so an wie es gemeint ist.  Es bietet Lösungsvorschläge an, um Missverständnisse zu verringern oder sogar zu vermeiden. 

 

 

Die Qualität eines Gespräches hängt davon ab, wie die vier Ebenen zusammenarbeiten.

 

1.    Ebene Sachinhalt

Der Sender „Sach Mund“ informiert hier nur über Daten, Fakten und Sachverhalte. Dies muss verständlich und informativ sein. Der Empfänger  prüft mit seinem „Sach Ohr“. Er überprüft hier die Wahrheit, die Bedeutsamkeit und die Hinlänglichkeit.

 

2.    Ebene Selbstoffenbarungs-Seite

Der Sender stellt sich selber dar. Er gibt mit dem Selbstoffenbarungs Mund bewusst oder unbewusst Informationen über sich selber preis. Das „Selbstoffenbarungs Ohr“,  also der Empfänger prüft welche Informationen vom Sender enthalten sind.

 

3.    Ebene Appellseite

Der „Appell Mund“ will bei dem „Appel Ohr“ in der Regel etwas bewirken. Der Sender möchte den Empfänger dazu bewegen, bestimmte Dinge zu tun oder eben nicht zu tun. Der Empfänger muss sich die Frage beantworten, ob er sich beeinflussen lassen möchte.

 

4.    Ebene der Beziehungsseite

Der Sender bringt durch seinen „Beziehungs Mund“ zum Ausdruck wie das Verhältnis zum Empfänger „Beziehungs Ohr“ ist. Er bringt es durch Körpersprache, Tonfall, und die Art der Formulierung zum Ausdruck.  Das kann sowohl positiv  (Respekt, Wohlwollen, Wertschätzung) sein aber auch negativ (Gleichgültigkeit, Verachtung) sein. Der Empfänger das „Beziehungs Ohr“ fühlt sich entweder respektiert und akzeptiert oder herabgesetzt.

Eine gute Beziehung macht die Kommunikation auf einer Ebene aus.

 

Zu Problemen und Missverständnissen kommt es wenn der Sender und der Empfänger nicht auf einer Ebene sind.

 

 

Beispiel

Eine Mutter möchte sich mit ihrer Tochter einen schönen Abend verbringen. Sie wollen erst essen gehen und anschließend im Kino. Der Tisch ist für 19:00 Uhr in einem Restaurant bestellt. Beide machen sich fertig. Die Mutter geht in das Zimmer der Tochter und fragt, ob sie auch fertig ist. Die Tochter weiß aber nicht was sie anziehen soll. Sie kann sich einfach nicht entscheiden. Da die Zeit ein wenig drängt, weißt die Mutter die Tochter deutlich darauf hin, dass sie sich beeilen sollte, wenn sie es noch schaffen wollen essen zu gehen und ins Kino zu gehen.

 

Ich versuche die Situation in das Vier Ohren Modell einzubringen.

 

 

 

Mutter Mund

Tochter Ohr

Sachebene

Tisch bestellt für 19:00 Uhr

Tisch bestellt für 19:00 Uhr

Selbstoffenbarungsebene

so werden wir es nicht schaffen

Sie macht aber ganz schönen Stress

Appellebene

Entscheide dich, ziehe irgendetwas an

Ich soll schneller machen

Beziehungsebene

Soll ich dir bei der Entscheidung helfen?

Sie will nur, dass ich fertig werde, egal wie ich aussehe

            

 

Dieses Beispiel zeigt, dass Sender und Empfänger nicht auf einer Ebene sind. Es kommt hier zu einem Kommunikationsmissverständnis. Die Tochter interpretiert die Aussagen der Mutter nicht richtig.

 

 

 

Ein typisches Beispiel für Kommunikationsmissverständnisse ist das Beispiel von Loriot: Hier bittet die Frau ihren Mann um Mithilfe bei der Auswahl der passenden Abendgarderobe

„Garderobe“

M: ich finde du siehst toll aus in dem was du anhast

F: Komplimente helfen mit im Moment nicht weiter

M: Gut, dann zieh das lange blaue mit den Schößchen an

F: Du findest also gar nicht so toll, was ich anhabe!

M: Doch, aber es gefällt dir ja scheinbar nicht.

F: Es gefällt mir nicht? Es ist das schönste, was ich habe.

M: Dann behalt es doch an.

F: Eben hast du gesagt, ich soll das blaue mit den Schößchen anziehen.

M: Du kannst das blaue mit den Schößchen anziehen oder das grüne mit dem spitzen Ausschnitt oder das, was du anhast.

F: Aha, es ist dir also völlig Wurst was ich anhabe………

 

 

 

Frau

Mann

Sachebene

Auswahl der geeigneten Abendgarderobe

Auswahl der geeigneten Abendgarderobe

Selbstoffenbarungsebene

Ich bin unsicher

Sie will also Hilfe

Appellebene

Nun sag doch was

Ok, dann nimm das andere

Beziehungsebene

Ihm ist es egal wie ich aussehe

Ich finde sie sieht immer gut aus

 

 

 

Eine Frau kommt in die Apotheke und möchte ein Medikament auf Rezept holen. Die Apothekerin sagt, dass das Medikament nicht da ist. Sie es aber bis zum Nachmittag bestellen kann. Die Kundin ist sauer und sagt: „ Das Medikament bekomme ich jetzt schon seit vielen Wochen und nie haben Sie etwas da.“

 

 

Kundin Mund

Apothekerin Ohr

Sachebene

Möchte Medikament holen

Möchte die Kundin bedienen

Selbstoffenbarungsohr

Ich möchte nicht wiederkommen

Ich kann Ihnen das Medikament nach Hause  bringen

Appelebene

Dann besorgen Sie das Medikament

Ich kann nichts dafür, dass das Medikament nicht da ist

Beziehungsebene

Was haben Sie überhaupt da?

Wir stellen uns immer auf unsere Kunden ein.

Wir Menschen sind nicht nur dazu fähig Sprache zu lernen, sondern auch diese an Menschen weiterzugeben und ihnen beim Spracherwerb zu helfen. Erwachsene sprechen unbewusst immer mit ihren Kindern, wie es der jeweilige Spracherwerb erfordert.

Kinder lernen Sprache nicht von alleine. Zur erfolgreichen Sprachentwicklung benötigen sie die Zuwendung und Förderung der Eltern. Eine emotionale Bindung ist wichtig.

 

Daher ist es wichtig die Babysprache von Anfang an zu vermeiden. Sie sollten jedes Interesse und Neugierde von ihrem Kind fördern, indem Sie kommentieren und beschreiben was es gerade macht. Auch wenn das Kind einer Sache seine besondere Aufmerksamkeit schenkt beispielsweise Autos, helfen sie ihm, indem sie ihn auf diesem Gebiet sprachlich fördern.

Bieten Sie ihrem Kind viele verschiedene Möglichkeiten die Welt zu entdecken. Das fördert den Spracherwerb.

Lesen sie ihrem Sohn möglichst häufig vor. Heute weiß man wie wichtig das Vorlesen für den Spracherwerb ist. Kinder erwerben  durch Märchen und Phantasiegeschichten einen deutlich größeren Wortschatz. Durch das Vorlesen von Geschichten oder Märchen wird aber nicht nur die Sprache gefördert, Kinder lernen  auch, sich ihre eigenen Bilder zu machen und trainieren ihr Gedächtnis. Sie können später oft besser Rechtschreiben der verstehen die Zusammenhänge in der Mathematik (Textaufgeben) besser.

Wenn ihr Kind Ihnen etwas erzählt, lassen Sie ihn in Ruhe sprechen und verbessern sie ihn nicht. Das kann für Kinder demotivierend sein und sie ziehen sich dann zurück. Schenken Sie ihm Ihre volle Aufmerksamkeit, wenn er Ihnen etwas erzählt und treten sie in Augenkontakt mit ihm, so können sie Ihnen die Worte auch gleichzeitig vom Mund ablesen. Antworten Sie nicht für Kind, wenn etwas gefragt wird. Das machen leider ganz viele Eltern. Sie übernehmen das Antworten, weil es dann schneller geht. Haben Sie also Geduld, wenn es manchmal etwas länger braucht um etwas zu erklären. Das fördert nicht nur seine Sprache, sondern auch sein Selbstbewusstsein.

 

Wenn es noch nicht in einer Kita ist, wäre auch das eine gute Möglichkeit um Sprache zu lernen. Sprachförderung funktioniert nur im sozialen Miteinander und nicht durch Fernsehen oder CD - Player.

Auch die sogenannten Krabbelverse helfen dem Kind in seiner Sprachentwicklung.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein paar brauchbare Ratschläge geben, wie Sie ihr Kind sprachlich fördern können. 

 

 

 

 

 

 

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Streiten

Ein Streit ist eine Meinungsverschiedenheit oder ein Konflikt zwischen zwei Menschen. Wichtig ist eine gute Streitkultur zu haben und nicht den anderen anzugreifen. Um eine Lösung im Streit zu finden ist eine subjektive Sicht der Streitenden in der Gegenwart nötig und eine Reflektion in der Kommunikation. Eine Lösung kann nur gefunden werden, wenn beide daran interessiert sind. Fast jeder, der in einen Streit verwickelt ist hält sein Handeln, seine Argumente und seine Einstellung für richtig. Außerdem ist eine bestimmte Art der Gesprächsführung nötig, die bei vielen Menschen nicht selbstverständlich ist. Dann ist eventuell ein Mediator nötig.

Die Bedingungen müssen für die Streitenden fair und gerecht sein. Um zu einer Lösung in einem Streit  zu kommen, muss Vertrauen da sein. Bei einem gestörten Verhältnis des Vertrauens kommen die Streitenden nicht zu einer Lösung, sondern bestenfalls zu einer Vereinbarung.  Es sollte dabei  nicht vorschnell nach einer Lösung gesucht werden. Die Streitpartner sollten zunächst ihre jeweiligen Standpunkte klarmachen.

Auch in einem Streitgespräch sollen die Gesprächspartner respektvoll miteinander umgehen, in Ruhe miteinander sprechen, sich die nötige Aufmerksamkeit schenken und den anderen immer ausreden lassen. Vorwürfe nutzen in einem Streitgespräch gar nichts. Sie sind nicht konstruktiv, sondern destruktiv. Es sollte schon im Vorfeld klargemacht werden, wenn es zu Beschimpfungen oder Angriffen kommt, dass das Gespräch abgebrochen wird.

Wenn beide Standpunkte geklärt sind, besteht die Möglichkeit Gemeinsamkeiten herauszukristallisieren. Das kann schon zu einer ersten Annäherung führen. Zu jedem Streitgespräch kommt auch Kompromissfähigkeit. Die Teilnehmer müssen bereit sein von ihrem Gesichtspunkt abzuweichen und dem anderen entgegenzukommen. Für beide Beteiligten ist es sinnvoll, wenn das jeweilige Gegenüber ein Feedback gibt. 

achten auch auf die Mimik und Gestik, um unser Gegenüber einzuschätzen und zu verstehen. Wenn unser Gegenüber gar nicht mit uns kommunizieren möchte, macht er es dennoch. Über die Körpersprache erfahren wir oft mehr über den Charakter, seine Wünsche oder Bedürfnisse als durch das gesagte Wort. Verbale Kommunikation lässt sich durch Worte beeinflussen und verändern. Nonverbale dagegen nicht. Diese Sprache ist eine ehrliche Sprache.

Bei jeder Kommunikation face to face findet also nonverbale und verbale Kommunikation statt.

Diese Kommunikation kann in verschiedenen Verhältnissen zueinander stehen.

 

1.    Sprache und Körpersprache stehen im gleichen Verhältnis zueinander, d.h. das gesagte Wort wird durch die Körpersprache bestätigt.  Der Sender sagt, dass er traurig ist und weint dabei und ihm ist nicht zum Lachen zumute. Beide Sprachen bilden hier eine Einheit.

2.    Körpersprache ersetzt das Wort. Das Achselzucken, wenn Jemand unsicher ist.

3.    Körpersprache und Sprache widersprechen sich. Das Gesagte stimmt nicht mit der Körpersprache überein. Eine Freundin möchte wissen, ob ihr Freund bisher immer treu war. Er sagt: „Ja.“ Es stimmte aber nicht. Der Freund nimmt sie in den Arm und versucht schnell auf ein anderes Thema zu kommen.

 

In diesem dritten Beispiel sprechen wir von inkongruentem Verhalten, d.h. das gesprochene Wort stimmt nicht mit der Körpersprache überein. Der Freund kann seiner Partnerin nicht mehr in die Augen schauen, weil er offensichtlich lügt. Inkongruenz führt häufig zu Missverständnissen und erschwert Kommunikationsprozesse. Wie geht der Empfänger damit um, wenn er beim Sender spürt, dass verbal und nonverbal nicht übereinstimmen?  Oft ist die Körpersprache ehrlicher als das gesagte Wort.

 

Fragt ein Partner in einer Beziehung nach, weil er spürt, dass etwas ist, und bekommt von seinem Gegenüber die Antwort, dass alles in Ordnung sei, so ist es schwer das Richtige zu interpretieren, wenn  die Körpersprache  zeigt, dass derjenige traurig ist und ihn etwas beschäftigt.

Warum sagt der Gefragte nicht, dass ihn etwas bewegt? Vielleicht möchte er seinen Partner nicht belasten oder traut sich nicht ehrlich zu sein  oder er möchte sich nicht lächerlich machen. Fakt ist aber, dass es damit ein Problem gibt. Der Partner ist verunsichert.  Es steht etwas im Raum, was vielleicht zu weiteren Schwierigkeiten in der Beziehung führen kann.

Die Grenzen in der Interpretation der nonverbalen Kommunikation sind erreicht, wenn verschiedene Kulturen aufeinander treffen.

 

In europäischen Ländern ist es normal, freundlich, respektvoll und es ist eine nette Geste, wenn man kleinen Kindern über den Kopf streichelt. In Asien, insbesondere in buddhistischen Ländern ist das eine Geste, die man besser unterlassen sollte. Der Kopf gilt als heiliges Körperteil  und sollte deswegen nicht von Fremden berührt werden. Dieses „Fehlverhalten“  kann zu Kommunikationsproblemen führen. Deswegen ist es wichtig, bevor man andere Länder und Kulturen kennenlernen möchte, sich zu informieren.

 

Neben diesen interkulturellen Unterschieden gibt es auch die geschlechtsspezifischen Unterschiede. Der starke Mann, die schwache Frau. Das drückt sich deutlich in der Körpersprache aus. Frauen sitzen eher mit geschlossenen, übereinandergeschlagenen Beinen und möchten wenig Raum einnehmen. Dies ist ein Zeichen von Zurückhaltung. Männer dagegen häufig breitbeinig  und nehmen entsprechend viel Raum ein. Frauen machen sich im Allgemeinen eher klein, Männer dagegen nehmen auch hier wieder den Raum ein. Sie wollen präsent sein, zeigen Dominanzverhalten und Stärke. Männer geben sich als Beschützer. Frauen suchen den Schutz (die starke Schulter).

Außerdem kommt es immer darauf an, wo und mit wem eine Kommunikation stattfindet. Bei einem Gespräch mit einer Freundin, achtet man sicher mehr auf die Körpersprache, Mimik und Gestik, als bei einem Vortrag indem es hauptsächlich um verbale Informationen geht.

 

 

 

 Bei den Kommunikationsstilen von Schulz von Thun handelt es sich um verschiedene Stile wie Menschen miteinander kommunizieren.  Jeder Mensch ist anders und reagiert anders auf bestimmte Sachverhalte. Ein Kommunikationsziel ist abhängig von vielen Faktoren wie Stress, Vorurteile oder Vorerfahrungen.

 

Laut Thun gibt es 8 verschiedene Kommunikationsstile, die man nicht getrennt voneinander betrachten sollte, denn sie schließen sich einander nicht aus.

 

 

 

8 verschiedene Kommunikationsstile

1.    Der bedürftig-abhängige Stil

Menschen, die in diesem Stil kommunizieren drücken Hilflosigkeit aus. Sie trauen dem anderen generell mehr zu als sich selbst, obwohl er es selber auch  könnte. Dies kann nonverbal passieren, aber auch durch das Wort: „Bitte“. Sie möchten keine Entscheidungen treffen oder Verantwortung übernehmen. Sie haben wenig Selbstbewusstsein. Der Empfänger bietet dann oft seine Hilfe an, um nicht egoistisch zu wirken. Sinnvoll ist hier eine Förderung, damit er lernt sich mehr zuzutrauen.

 

2.    Der helfende Stil

Diese Menschen sind der Gegenpol zu dem bedürftig-abhängigen Stil. Sie möchten helfen und zeigen Verständnis für den anderen. Sie wirken stark, souverän und belastbar und möchten dabei nur von ihren eigenen Problemen ablenken. Wenn er diesen Stil gut beherrscht, wird sein Gegenüber nicht merken, dass er selber Ängste und Schwächen hat. Wer erkennt, dass sich jemand hautsächlich in diesem Stil bewegt, sollte ihm helfen, indem er lernt über seine eigenen Schwächen zu sprechen.

3.    Der selbstlose Stil

Dieser ist dem helfenden Stil ähnlich. Es besteht jedoch der Unterschied, dass die Menschen mit selbstlosem Stil eher unterwürfig sind. Der „Helfende“  jedoch eher  selbstbewusst auftritt. Sie fühlen sich oft wertlos und sind sogar bereit sich für den andern zu „opfern“. Sie tauchen gerne in Gruppen unter und teilen ihre Meinung nur selten mit. Diese Menschen sollten lernen „Nein“  zu sagen.

 

 

4.    Der aggressiv- entwertende Stil

Diesen Stil könnte man als den Gegenpol zum vorherigen Stil sehen. Hier geht es darum, das Gegenüber als wertlos und klein erscheinen lassen zu wollen. Diese Menschen wirken oft aggressiv und bösartig. Der Grund ist, die eigenen Ängste und Schwächen nicht offenbaren zu  müssen. Er möchte nicht angreifbar sein. Diese Menschen sollten lernen taktvoll, respektvoll mit dem anderen umzugehen  und Kritik an der eigenen Person zulassen zu können.

 

 

5.    Der sich beweisende Stil

Diese Person möchte immer perfekt erscheinen. Sie möchte keine Blöße zeigen und unangreifbar sein. Sie baut eine Fassade auf, und möchte immer nach außen besser erscheinen, als sie wirklich ist. Dadurch entsteht ein enormer Druck. Er wendet diesen Stil hauptsächlich an, um von seiner eigenen Unzufriedenheit abzulenken. Treffen zwei Menschen mit diesem Stil aufeinander, stehen sie schnell in  Konkurrenz zueinander. Diese Menschen sollten lernen Fehler einzugestehen und auch einmal Rat zu suchen.

 

 

6.    Der bestimmend-kontrollierende Stil

Meist sind es Menschen, die Angst vor Chaos und Kontrollverlust haben. Alles soll in geordneten Verhältnissen passieren. Alles wird genau geplant und organisiert. Sie möchten, dass sich alle nach ihnen richten. Sie möchten alles in „ihre Richtung“ lenken. Sie sind oft autoritär und selbstbeherrscht. Diese Menschen müssen lernen auch die Wünsche und Ziele der anderen zu akzeptieren und sich zurück zu nehmen.

7.    Der sich distanzierende Stil

Diese Person zeigt kaum Emotionen. Sie hält sich die Menschen auf Distanz, sowohl körperlich als auch seelisch. Sie  möchte von seiner Person nicht viel preisgeben und immer Haltung bewahren. Diese Menschen sollten lernen Nähe zuzulassen und sich zu öffnen, damit sie in der Lage sind emotionale Beziehungen eingehen zu können.

 

 

8.    Der mitteilungsfreudige-dramatisierende Stil

Dieser Stil könnte als der Gegenpol zum vorherigen genannt werden.

Diese Menschen stehen gerne im Mittelpunkt und unterhalten gerne die anderen. Der Grund dafür ist häufig Unsicherheit. Sie halten sich für klein und unwichtig und wollen sich so interessanter machen. Sie suchen nach Anerkennung und Beachtung. Diese Menschen sollten lernen nicht Monologe zu halten, sondern sich auf Dialoge einzulassen.

 

Abschließend sei gesagt, dass die Menschen nicht zu katalogisieren sind. Jeder trägt verschiedene Stilelemente in sich.

 

 

 

 

Karin Schuh (c)

 

 

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Was verstehen wir eigentlich unter Erziehung?

Als werdende Eltern haben Sie sich sicher schon viele Gedanken gemacht, wie es sein wird, wenn ihr Kind endlich auf der Welt ist.

Sicher haben Sie viele gute Gefühle, aber vielleicht  kommt Ihnen auch schon mal der Gedanke:

Wie möchte ich mein Kind  erziehen?

Was möchte ich ihm mit auf den Weg geben?

Wie kann ich  aus ihm einen guten Menschen machen?

Wie möchte ich, dass mein Kind als erwachsener Mensch da steht?

Das sind viele Fragen, die Sie vielleicht auch verunsichern können. Daher möchte ich versuchen Sie in diesem Artikel aufzuklären.Wenn Sie also Fragen, Ideen oder Anregungen haben, scheuen Sie sich nicht, zu kommentieren. 

 

Bevor wir auf die wesentlichen Fragen kommen, möchte ich die Frage klären: 

 

 

 

 

Was verstehen wir eigentlich unter Erziehung?

Jede Erziehung beginnt mit einer Eltern-Kind/ Jugendlichen Beziehung.

 

Dazu gibt es verschiedene Definitionen. Mir erscheint diese am besten:

Erziehung ist eine bewusst vorgenommene Handlung, durch die Menschen versuchen, das Gefüge der psychischen Disposition andere Menschen dauerhaft zu verbessern oder als negativ beurteilte Entwicklungen in diesem Gefüge zu verhindern. Das hört sich kompliziert an, bedeutet aber nichts anderes, als das die Erzieher versuchen Kinder und Jugendliche auf den „richtigen Weg“ zu bringen, sie also dauerhaft in eine positive Richtung zu bringen. Dabei ist Erziehung nie ein einseitiges Einwirken auf Kinder, sondern es ist immer eine Interaktion, beruht also auf Wechselseitigkeit zwischen dem Erwachsenen und dem Zögling. Erziehung ist eine ganz besondere Form von Beziehung. Diese Beziehung ist ein Geben und Nehmen.

Was ist ein Erziehungsstil?

Die Definition ist sehr kompliziert und deswegen sage ich es Ihnen mit einfachen Worten. Unter dem Erziehungsstil verstehen wir die Art und Weise wie ein Kind auf Dauer erzogen wird und welche Wirkung das auf das Kind hat.

Welches der richtige oder falsche Erziehungsstil ist, kann man nicht sagen, jeder für sich, muss den besten passenden Erziehungsstil finden. Egal für welchen Stil man sich entscheidet, es wird immer Abweichungen geben. Mal ist man aus der Situation heraus etwas toleranter, ein anderes Mal vielleicht auch etwas strenger in der Erziehung. Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

 

Unser Hauptziel oder Wunsch ist es, unsere Kinder zu glücklichen, liebenswerten, verantwortungsbewussten und selbstbewussten Menschen zu erziehen, um das zu erreichen sollte man sich mit den unterschiedlichen Erziehungsstilen auseinandersetzen. Selbstverständlich kann man, wie gerade schon erwähnt,  einen  bestimmten Erziehungsstil nicht starr beibehalten. Jeder sollte seinen persönlichen Erziehungsstil finden und authentisch dabei sein. Oft wird man aus der Situation heraus anders reagieren. Erziehungsstile sind eher ein Richtungsgeber oder eine Tendenz und sollten grundsätzlich nicht starr verfolgt werden, sondern können dabei auch veränderbar sein. Theorie und Praxis erfordern Flexibilität, denn jedes Kind ist anders.

Was gibt es für Erziehungsstile? Welchen möchte ich anwenden?

Ich möchte  Ihnen nun die folgenden  Erziehungsstile nach Kurt Lewin vorstellen. Es gibt auch noch andere Modelle von Erziehungsstilen, aber ich möchte auf diesen Erziehungsstil näher eingehen.

 

1. Autoritären(autokratischer Stil)

2. Sozial-integrativer( demokratische) Stil

3. Laissez-fairer-Stil

 

 

 

Beginnen wir mit dem autoritären Stil

 

Merkmale:

Dieser Stil zeichnet sich aus durch strenge Eltern, Entscheidungen werden von Eltern getroffen, der Erzieher dirigiert Tätigkeiten, greift häufig in das Handeln des Zöglings ein, Lob und Tadel wird auf die Person nicht auf die Sache bezogen, es werden hohe Erwartungen an die Kinder gestellt Kritik ist nicht konstruktiv, Erzieher ist distanziert, wenig Individualität wird zugelassen.

Auswirkungen auf das Kind sind oft: Unselbstständigkeit, keine Spontanität, Aggression können sich entwickeln, geringes Selbstbewusstsein bzw. Selbstwertgefühl.

 

Der sozial-integrative Stil

 

Merkmale:

Der Erzieher regt an und ermuntert, er führt und begleitet, Erzieher greift nur selten in das Handeln des Kindes ein. Lob und Tadel betrifft nicht die Person, sondern ist sachbezogen. Kinder werden positiv unterstützt, Kritik ist konstruktiv, Verhältnis zum Zögling eher partnerschaftlich,

Auswirkungen auf das Kind:

Sie sind spontan, selbstständig, selbstbewusst, leistungsbereit, produktiv, konstruktiv. Diese Kinder sind deutlich weniger bis gar nicht aggressiv.

 

 

 

 

Der Laissez Faire Stil

 

Merkmale:

Erzieher bleibt fast passiv, er steht für Ratschläge zur Verfügung, es gibt keine Grenzen, er kritisiert und er beurteilt nicht, es gibt kein Lob, kein Tadel, keine Strafen.

Auswirkungen auf das Kind:

Kind wird oft unzufrieden, es gibt keine Grenzen, leichte Aggressionen sind zu spüren, leistungsverhalten ist schlecht.

 

 

Damit haben Sie einen Überblick über die unterschiedlichen Erziehungsstile bekommen. Für welchen Sie sich entscheiden werden, das ist selbstverständlich Ihnen überlassen. Dabei werden Sie sicher auch Ihren eigenen individuellen Erziehungsstil miteinbeziehen. Denn wie schon erwähnt, lässt sich kein Erziehungsstil starr anwenden, denn jedes Kind ist anderes und auch jede Situation ist anders. Es sind lediglich Richtungsgeber. Jede Erziehung hat seine persönliche Note und wird individuell gestaltet. Sie werden Fehler in der Erziehung machen und das ist ganz normal. Aber seien sie stark und zeigen Sie Charakter; entschuldigen Sie sich auch einmal bei Ihrem Kind, wenn Sie einen Fehler gemacht haben. Ihr Kind wird es Ihnen danken.

 

 

 

Warum sollte ich mir schon vor der Geburt Gedanken machen?

 

Ganz wichtig in der Erziehung ist, unabhängig für welchen Erziehungsstil man sich entscheidet, dass sich beide Elternteile jeweils abstimmen und in eine ähnliche Richtung gehen. Deswegen sollten sich werdende Eltern vor der Geburt Gedanken über die Erziehungsstile und auch die Erziehungsziele machen. Auch wenn nicht immer eine Einigkeit in der Erziehung besteht, sollten Eltern weitestgehend an einem Strang ziehen. Kinder sollten das Gefühl haben, dass die Eltern einer Meinung sind.

Erziehung sollte konsequent durchgeführt werden, aber eine gewisse Flexibilität ist dabei wichtig.

 

 

 

 

Erziehungsstile sind aber auch sehr abhängig von der Familienstruktur und den Bedingungsfaktoren.

 

 

 

Bedingungsfaktoren sind:

-Personenfaktoren des Erziehers und des Zöglings

-Persönlichkeit emotionale, kognitiver, gesundheitlicher Zustand,

-Reifegrad,

-Bildungsniveau

-situative Befindlichkeit

-Lebenssituation

-Verhältnis Erzieher/ Zögling

-Gesellschaftliche, kulturelle Hintergründe

-Historische, regionale Hintergründe

 

Auch die Schichtzugehörigkeit  entscheidet welchen Erziehungsstil sie pflegen.

 

Eine soziale Schicht wird mindestens festgelegt durch den Bildungsgrad, die ökonomische Situation (Einkommen), und die Wohnsituation. Es können aber auch andere Faktoren dazukommen.

 

Diese sozialen Schichten  werden von Soziologen werden folgendermaßen eingeteilt:

 

Oberschicht               Beispiel: Spitzenpolitiker, Großunternehmer

Obere Mittelschicht   Beispiel: Leitende Angestellte, Beamte

Untere Mittelschicht  Beispiel: Mittlere Angestellte, Ingenieure,

Obere Unterschicht   Beispiel: Facharbeiter, Handwerksgesellen

Untere Unterschicht  Beispiel: ungelernte Arbeiter

 

 

Eine Mutter aus der Mittelschicht  verfolgt sicher das gleiche Erziehungsziel, wie alle anderen Mütter der jeweiligen Schichten, aber sie wendet eine andere Methode an. Sie wird eine „indirekte“ Methode anwenden und das Gespräch mit ihrem Kind suchen und erklären oder überreden,  während die Mutter der Unterschicht eher eine „direkte“ Methode anwenden wird und ihr Kind durch Beschimpfungen oder Drohungen  bestrafen wird.

 

 

Wie schon oben genannt entscheidet auch die  Familienstruktur entscheidet darüber, welcher Erziehungsstil gewählt wird.

 

Die Familienstruktur wird unterschieden in:

 

1.Kleinfamilie (Kernfamilie Eltern mit meist eigenen Kindern)

2.Einelternfamilie ( alleinerziehender Vater oder Mutter)

3.Patworkfamilie (zusammenlebende Erwachsene mit Kinder aus vorhergehenden Ehen oder Beziehungen)

 

Innerhalb dieser Familienstruktur unterscheidet Talcott Parson wiederum unterschiedliche Stile. Er unterteilt die Familie in drei verschiedene Typen mit spezifischen Erziehungsstilen und hat dabei die Kernfamilie zugrunde gelegt.

Die Patriarchalische Familie

Strafinstanz ist hier der Vater, die liebevolle Unterstützung ist gering und kommt von der Mutter, Disziplinanforderungen sind hoch, die Rollendifferenzierung der Eltern scharf eingeteilt.

 

Die Egalitäre Familie

Strafinstanz sind hier Mutter und Vater, die liebevolle Unterstützung ist hoch und kommt von beiden Elternteilen, Die Disziplinanforderungen sind gering, die Atmosphäre ist entspannt, die Rollendifferenzierung der Eltern minimal

Matriarchalische Familie

Strafinstanz ist hier die Mutter, die liebevolle Unterstützung ist relativ gering und kommt von der Mutter, die Disziplinanforderung ist relativ hoch, die Rollendifferenzierung ist maximal, die Mutter erzieht und der Vater hält sich raus.

 

 

Matriarchalische Familie:  

Disziplinforderungen hoch. „Kinder müssen früh lernen, dass sie nicht in den Tag hineinleben können, weil sie auch später auf harte Forderungen der Arbeitswelt treffen werden.“

„Man muss sie fordern, um sie fördern zu können….“

deshalb hält die Mutter es für eine gute Idee, wenn Marie Zeitungen austrägt.

In einer matriarchalischen Familie sind die Töchter in der Regel einem größeren Druck ausgesetzt.

Nicht absoluter Gehorsam aber auch nicht zu viel hinterfragen.

Strafinstanz:  Wird durch die Mutter geregelt. Sie ruft Sven lautstark zur Ordnung, als er im Wildschweinegehege die Hand durch die Absperrung schob. (Hier geht es allerdings auch um das Wohl des Kindes).

Unterstützung, liebevolle Zuwendung:

Liebevolle Zuwendung  gibt es wenig. Unterstützung bekommen die Kinder bei den Hausaufgaben.

Rollendifferenzierung der Eltern:

Vater ist viel unterwegs, Mutter kümmert sich um Haushalt und Erziehung der Kinder. Erziehungsziele sind die Tugenden wie Ordentlichkeit, Pünktlichkeit, Sauberkeit. Aufgaben unter den Eheleuten sind klar verteilt und es halten sich auch beide daran.

 

 

Sie sehen also, dass ein Erziehungsstil von sehr vielen verschiedenen Faktoren abhängig ist und jede Familie in ihrer Konstellation, Voraussetzungen und Vorstellungen unterschiedlich ist.

 

 

 

2.    Erziehungsstil der Personen

 

Die 4 Dimensionen von Erziehungsstilen  Modell Eduard Spranger kurz erklärt

 

Weltnaher und isolierender Stil

Weltnah:

- von Anfang an, an die Wirklichkeit und an die Lebensverrichtungen heranführen

-durch Nachmachen und Mitmachen die Erwachsenenwelt erreichen

-Kräfte in Realsituationen erproben

kann sich positiv auswirken:

lernt sich praktisch zu bewähren

stärkt das Selbstwertgefühl

kann sich negativ auswirken:

Überforderung, Verwirrung

Unsicherheit, Ängstlichkeit,

Isolierend:

Kinder brauchen Schonzeit

sich zurückgezogen und in Ruhe entwickeln

vor Gefahren behütet

wirkt sich positiv aus:

systematisch, altersgerecht, entwicklungsgerechtes Lernen

bewahrt vor belastenden Elementen der Wirklichkeit (Internet, Fernsehen)

eventuell negativ:

Entwicklung am Leben vorbei, weltfremd

 

Mischform wäre zu bevorzugen. Von der anfänglichen behütenden Isolation in die notwendige Weltnähe.

 

 

Freier und gebundener Stil

 

Freier:

Erschließung eines Spielraumes für alle

Verwirklichung von Freiheit in eigner Verantwortung

Kinder sollen eigene Pläne schmieden

eigene Handlungen vornehmen

in Eigenverantwortung handeln, Konsequenzen tragen

 

Positive Folge daraus kann sein:

Eigeninitiative wird gefördert,

Selbstständigkeit, Kreativität, Eigenverantwortung

Negative Folgen können sein:

Kinder haben Schwierigkeiten Regeln und Grenzen zu akzeptieren und sich anzupassen

Sie sind orientierungslos, überfordert

Gebunden:

Streng

Bindung an die Verbindlichkeiten, Familie, menschlicher Umgang, Regeln

Gehorsam wird verlangt bis Freiheit Schritt für Schritt gewährt wird

Positive Auswirkung:

Funktionstüchtigkeit

Negative Auswirkung:

Dressur, Abrichtung

 

 

 

Vertrauen ist gut, Informieren ist besser.

 

Impfen ja oder Nein ?

 

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Zunächst sollte das Kind durch Bindung also gebundener Stil erzogen werden und dann immer mehr zum freien Stil übergegangen werden.

 

 

Individualistischer und uniformer Stil

Individuell:

Jeder ist etwas Besonderes

Individualität soll entfaltet werden

Lebensglück soll sich erfüllen

Positive Auswirkung:

optimale Ausbildung

Lernbereitschaft

Motivation und Wille zum Lernen

Negative Auswirkung:

Wenn Kinder nur machen dürfen was sie möchten, kann es sein, dass sie Vieles nicht lernen. Z.B. das Zusammenleben mit anderen.

Uniform:

alle gleich behandeln

in gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Organisationsstrukturen eingliedern

den Blick aufs Ganze schärfen, dadurch Anpassungsfähigkeit und Kooperationsbereitschaft lernen

Positive Auswirkung:

breite Allgemeinbildung

von allen wird das Gleiche verlangt

Rücksicht auf andere nehmen

Negative Auswirkung

Gleichgültigkeit, Antriebslosigkeit

Individualität wird nicht berücksichtig.

 

Auch hier sollte wieder das richtige Maß gefunden werden. Zunächst der uniformierte Stil dann langsamer Übergang zum individuellen Stil.

 

Vorgreifender und entwicklungstreuer Stil

 

Vorgreifend:

Kindheit ist nur eine Durchgangsphase

Kind soll schnell erwachsen werden

Positive Auswirkung:

Leistungssteigerung aber nicht Überforderung

Negative Auswirkung:

Entmutigung, Resignation, seelische Probleme

 

Entwicklungstreu:

Das Kind im Denken und Handeln belassen

Kind soll sich in Ruhe entwickeln

Positive Auswirkung:

Glückliche Kindheit

Negative Auswirkung.

Kinder werden nicht auf das Leben vorbereitet.

 

Ideal ist der Mittelweg: vorgreifend-  entwicklungstreu, wobei zu Beginn der entwicklungstreue Stil zu bevorzugen ist.

Meine Damen und Herren, ich habe nun versucht Ihnen eine groben Überblick über die verschiedenen Erziehungsstile zu geben und Ihnen versucht zu erklären welche verschiedenen Faktoren Einfluss auf die Erziehung haben.

Ich hoffe, dass es für Sie verständlich war und stehe Ihnen noch für weitere Fragen und Antworten zur Verfügung.

 

Ich wünsche Ihnen ganz viel Glück mit Ihren Neuankömmlingen. Es wird eine spannende, vielleicht manchmal auch anstrengende Zeit auf Sie zukommen, aber genießen Sie es. Die Zeit ist leider viel zu schnell um.

(C) Kain Schuh

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Spiele für Kinder, als Sommerspiele, für den Kindergeburtstag oder weil es einfach Spaß macht.

Gruppe 3-5 Jahre:

 

Übungsspiel

 

Nachmachen:

 

Die Kinder stellen sich im Kreis auf und jedes Kind macht

einmal eine Bewegung vor, welche die anderen Kinder nachmachen sollen. 

 

Warum ich das Spiel gewählt habe und zu erwartende Resultate:

 

Die Kinder lernen Bewegungen nachzuahmen. Dadurch wird die Körperkontrolle (muss ich den rechten Arm nehmen oder den linken Fuß?) geschult. Außerdem müssen sie selber

Positionen vorgeben, wodurch ihre eigene Kreativität angesprochen wird. Ein Kreisspiel ist für die noch sehr jungen Kinder sinnvoll, da alle Kinder beteiligt sind und ihren Spaß haben, dadurch entsteht kein heilloses Chaos.

Symbolspiele und der Froschkönig

 

Maus, versteck dich

 

Spielbeschreibung

 

Die Gruppe breitet ein Schwungtuch aus. Der Spielleiter ernennt einen Teilnehmer zur Maus und einen weiteren zur Katze. Die Maus kriecht unter das Schwungtuch, die Katze läuft auf dem Schwungtuch. Aufgabe der Katze ist es die Maus zu fangen.

 

Warum ich das Spiel gewählt habe und zu erwartende Resultate:

Auch hier ist die ganze Gruppe gleichzeitig beteiligt am Spiel.

Das Kind lernt hier zu beobachten, sich geschickt zu verhalten, sich auf eine Sache zu konzentrieren, zu kooperieren, zu hören und schnell zu reagieren.

 

 

Gruppe 5-8 Jahre:

 

Regelspiel

 

Froschkönig

 

 

Zwei Kinder umfassen ihre Knöchel und hocken  sich in „Froschhaltung“ gegenüber. Jetzt geht’s darum, sich gegenseitig umzuschubsen- ohne die Hände zu benutzen. Die Hände bleiben an den  Knöcheln. Der Gewinner nimmt es im Zweikampf mit dem nächsten Kind auf, bis der „Froschkönig“ feststeht.

 

Warum ich das Spiel gewählt habe und zu erwartende Resultate:

 

Regelspiele liefern Lernerfahrung und eröffnet dem Kind auch in anderen Lebensbereichen Kompetenzen wie Regeln zu akzeptieren und eventuell entstehende Konflikte zu bewältigen. Hier geht es zudem um das Verstehen, Einhalten und Umsetzen von Regeln. 

Schatzsuche und Abenteuer

Gruppe 9-12 Jahre:

 

Regelspiel

 

Schatzsuche

 

Die Kinder werden in Gruppen eingeteilt. 

Die Elter/Betreuer oder Oma und Opa verstecken so viele Schätze wie Gruppen da sind und zwar an verschiedenen Orten.

Jede Gruppe bekommt somit seinen eigenen Schatz und seine eigenen Hinweise. Der Vorteil ist, dass die Gruppen sich nicht gegenseitig behindern.

Für die Suche erhalten die Mitspieler eine Karte auf der alles was sie wissen müssen eingetragen ist. Das kann so sein, dass es einfach eine grobe Landkarte ist, wo der Weg eingezeichnet wurde oder es kann auch eine Beschreibung in Textform sein, wie z.B. 

1. Geht 10 Schritte nach Norden

2. Dreht euch dann um 90° nach links

3. Geht bis ihr auf einen großen Baum trefft.

4. Von dem Baum aus geht ihr 20 Schritte in Richtung See

5. usw.

Gut ist es, wenn die Anweisungen eindeutig sind. So ist z.B. die Anweisung die Mitspieler in einem Wald auf einen Baum zulaufen zu lassen ist nicht unbedingt eindeutig.

Jede Gruppe gewinnt für sich selbst, sobald sie den Schatz gefunden hat.

 

Warum ich das Spiel gewählt habe und zu erwartende Resultate:

 

Auch hier geht es um das Einhalten von Regeln, Kreativität ist gefragt, sie lernen im Team zu arbeiten und aufeinander Rücksicht zu nehmen.

Schnitzeljagd

Regelspiel

 

Schnitzeljagd

 

Die Kinder werden in zwei Gruppen aufgeteilt.

Die erste Gruppe geht los und legt Spuren. Das können auf den Boden gemalte Pfeile sein, Bänder, die in Bäumen hängen, angeordnete Steine, Äste als Pfeile gelegt oder ähnliches.

Nach einer bestimmten Zeit folgt die zweite Gruppe den Spuren der ersten Gruppe.

Die Erste Gruppe darf natürlich auch falsche Spuren legen, es muss allerdings auch immer eine echte Spur gelegt sein!!!

Das Ziel des Spiel ist es den richtigen Weg zu finden und eventuell die erste Gruppe einzuholen.

Es ist ratsam bei jeder Gruppe einen Betreuer/Erwachsenen zu haben, der sich in der Gegend auskennt.

Um das Spiel noch spannender zu machen, kann sich die erste Gruppe noch Aufgaben für die zweite Gruppe ausdenken, die auf kleine Kärtchen geschrieben ebenfalls an der Strecke hinterlassen werden. Die Kärtchen werden von der zweiten Gruppe eingesammelt.

Sollte die zweite Gruppe die erste Gruppe nicht einfangen, treffen sich beide Gruppen an einem bestimmten Zielpunkt, den die Betreuer/Mama oder Papa zuvor ausgemacht haben.

Wenn die erste Runde vorbei ist, werden die Gruppen getauscht und der Jäger wird zum Gejagten.

 

 

Warum ich das Spiel gewählt habe und zu erwartende Resultate:

Auch hier  geht es auch  um das Einhalten von Regeln, die Kreativität und sie lernen im Team zu arbeiten und aufeinander Rücksicht zu nehmen.

 

Kinder auf der konkretoperatorischen Stufe sind ca. 7,8-11,12 Jahre alt. Sie haben bereits ein bildhaftes Gedächtnis und eine Vorstellung zu konkreten Objekten entwickelt. Sie versuchen jedoch noch Aufgaben durch Ausprobieren  und Knobeln zu lösen. Sie können noch nicht alle Möglichkeiten in Betracht ziehen, da ihre Überlegungen noch unvollständig sind.

Kinder der formaloperatorischen Stufe können abstrakter  denken und  alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen. Sie können logische Schlussfolgerungen ziehen und sind in der Lage Dinge hypothetisch in Betracht zu ziehen. Das Denken „Wenn… dann“ oder „was wäre wenn…“ tritt für diese Kinder immer mehr in den Vordergrund. Die Kinder sind in der Lage Kausalzusammenhänge zu sehen.

 Streichholzrätsel    Entferne 4 Streichhölzer, damit 2 gleich große Quadrate bleiben. 

 

Kinder auf der konkretoperatorischen Stufe, werden das Rätsel mit Knobeln und ausprobieren angehen. Sie werden wahrscheinlich zu der richtigen Lösung kommen.

Kinder auf der formaloperatorischen Stufe werden mit Logik und Bachdenken an die Aufgabe gehen und das Rätsel lösen.

 

 

 Zahlenreihe

 

Setze die Zahlenreihe fort

 

1 3 4 7 5 9 6 11 7 13 8

 

Kinder der konkretoperatorischen Stufe werden wieder versuchen durch Knobeln und Ausprobieren die Zahlenreihe zu lösen und dabei die logische Folge nicht erkennen. Kinder der formaloperatotischen Stufe werden  jedoch durch Logik, Nachdenken und Rechnen zu dem Ergebnis kommen.

 

 

 

 

 

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Rätsel für Kinder

 

 

Kevin ist 5 Jahre alt, Lara ist 7 Jahre alt. Zusammen sind sie 12 Jahre. Wieviel Jahre war Lara, als sie doppelt so alt war wie Kevin?

 

Lösungsansatz der Kinder auf der konkretoperatorischen Stufe. Die Kinder werden knobeln und ausprobieren und dann wahrscheinlich auf die richtige Lösung stoßen.

Die Kinder auf der formaloperatorischen Stufe werden durch Logik und Nachdenken und Rechnen auf die richtige Lösung kommen.

 

 

 

 

 

„Einstein Rätsel“

 

Das sogenannte „Einstein Rätsel“ werden Kinder auf der konkretoperatorischen Stufe gar nicht lösen können, die auf der formaloperatorischen Stufe werden durch Logik, Nachdenken und dem Ausschlussverfahren auf die Lösung kommen können.

 

 

 

 

 „Gläsertausch“

 

Fülle ein Glas randvoll mit Wasser, das andere randvoll mit Öl? Fülle das Wasser in das Ölglas und das Öl in das Wasserglas, ohne etwas an Öl oder Wasser zu verlieren? Wird es funktionieren?

Die Kinder auf der konretoperatorischen Stufe werden den Versuch machen und es wird wahrscheinlich alles oder einiges daneben gehen. Da sie nicht weiter darüber nachdenken können worauf hier zu achten ist.

Ein Kind auf der formatoperatorischen Stufe wird wissen, dass Öl auf Wasser schwimmt und zur Lösung kommen. Es wird das Ölglas auf den Boden stellen und entweder sehr schnell das Wasserglas umdrehen und über das Ölglas stellen oder es wird sich beispielsweise ein Stück Pappe nehmen, diese auf das Wasserglas legen. Das Wasserglas ganz genau  mit der Pappe auf das Ölglas stellen und die Pappe wegziehen. Die Gläser sind nun miteinander verbunden und das Wasser sinkt auf den Boden.

 

Lachgang

 

Beschreibung des Spieles:

Die Mannschaften stehen sich in zwei Reihen gegenüber und bilden so eine Gasse zwischen ihnen. Der Abstand sollte in Reichweite der gegenüberstehenden ausgestreckten Hände sein. Alle Kinder haben die Hände auf dem Rücken und ein Kind versucht durch den Gang zulaufen, ohne zu lachen. Die anderen Kinder geben sich aber alle Mühe mit Grimassen ihn zum Lachen zu bringen. Die Hände müssen aber auf dem Rücken bleiben und es darf nicht gesprochen werden. Wer es schafft wird mit Applaus überhäuft. Am Ende sagt das Kind seinen Namen, damit die Erzieherin und auch die Kinder untereinander schnell die Namen lernen.

Bei diesem Spiel müssen sich alle Kinder besonders diszipliniert verhalten. Sie müssen sich an Regeln halten 1. Sie müssen eine Gasse bilden und dort stehen bleiben, hier ist schon die erste Zusammenarbeit gefragt und 2. das Kind welches durch den Gang läuft, soll nicht lachen also auch diszipliniert sein.

Mögliche Schwierigkeiten: eines oder mehrere der Kinder passen sich nicht der Gruppe an. Sie bleiben nicht in der Reihe stehen oder ärgern das Kind, welches gerade durch die Gasse geht (stellt ihm ein Beinchen).

Lösungsvorschlag: Sie werden zunächst freundlich ermahnt, noch einmal aufgefordert ruhig zu sein und wenn es nicht funktioniert werden sie vom Spiel ausgeschlossen.

Hat alles gut geklappt, werden die Kinder für ihr Verhalten gelobt. Darüber freuen sich Kinder und strengen sich wahrscheinlich auch weiterhin an.

 

Stille Post

 

Beschreibung des Spieles:

 

Die Kinder stellen sich in einer Reihe auf. Das erste Kind flüstert dem nächsten Kind seinen Namen ins Ohr. Dieses Wort wird von Kind zu Kind weitergeflüstert, bis es am Ende der Reihe ankommt. Das letzte Kind in der Reihe trägt dann das Wort vor. Da am Ende meist Wortsalat herauskommt, sorgt es für großes Gelächter und das Kind nennt dann seinen wirklichen Namen. So wird das Spiel fortgesetzt bis jedes Kind einmal seinen Namen genannt hat.

Mögliche Schwierigkeiten: Auch hier ist wieder Disziplin gefragt. Die Kinder müssen sich ruhig verhalten, damit das Wort verstanden werden kann, sie müssen auf ihrem Platz stehen bleiben.

Lösungsvorschlag: Fällt ein Kind aus der Reihe, wird es freundlich ermahnt, erneut darauf hingewiesen, und wenn es nicht hört muss es eine Runde aussetzten.

Hat alles geklappt werden die Kinder für ihr Verhalten gelobt. Darüber freuen sich Kinder und strengen sich wahrscheinlich auch weiterhin an.

 

Schnurspiel

 

Beschreibung des Spieles:

 

Die erste Person hält ein Wollknäuel in der Hand. Sie hält den Anfang des Fadens in der Hand, nennt ihren Namen und stellt irgendeiner Person eine Frage und wirft ihr das Wollknäul zu. Diese Person fängt das Knäul auf nennt auch ihren Namen, beantwortet die Frage und stellt die nächste Frage an eine weitere Person und wirft ihr das Wollknäul zu. Am Ende entsteht ein Spinnennetz.

Begründung des Spieles: es ist eine angenehme Art sich Kennenzulernen. Niemand kann von dem Spiel ausgeschlossen werden.

Mögliche Schwierigkeiten: der ein oder andere Jugendliche macht sich über die Aussprache eines ausländischen Jugendlichen lustig. Lösungsvorschlag: In einem solchen Fall, sollte der oder die Jugendlichen darauf aufmerksam gemacht werden, und der Jugendgruppenleiter könnte die Frage stellen, wie es wäre, wenn dieser Jugendliche sich im Ausland befände und man über ihn lachen würde, wenn seine Sprache nicht perfekt wäre. Wahrscheinlich wird der Jugendliche sich einsichtig zeigen, denn immerhin ist dieses künstlerische Projekt freiwillig.

Hat alles ohne Schwierigkeiten geklappt, sollte der Gruppenleiter die neue Gruppe loben und ihnen sagen, dass er sich auf eine tolle Zusammenarbeit freut. Positive Rückmeldungen wirken oft Wunder und motivieren die jungen Menschen.

 

 

 

 

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Begrüßungsrituale

Beschreibung des Spieles:

 

Die Jugendlichen zeigen jeweils wie sie sich in ihrer Kultur begrüßen und sagen ihren Namen dazu. Beispiel: Der Inder begrüßt sich durch das Anlegen der Handflächen und hält sie vor den Körper, während er sich leicht vorbeugt. Der Spanier grüßt Frauen immer erst links und dann rechts auf die Wange mit einem Kuss, Männer werden mit einem Händeschütteln begrüßt. Der Deutsche mit einem Handschütteln usw.

Oder

Jeder Teilnehmer schreibt auf einen Zettel seinen Namen und ein Begrüßungsritual seines Landes. Dieses werden dann in einen Topf geworfen und werden von einem jeweils anderen Teilnehmer herausgezogen und er muss versuchen herauszufinden wer diesen Zettel geschrieben hat, anschließend begrüßen sich die zwei Teilnehmer dann auch diesem Begrüßungsritual entsprechend.

Begründung des Spieles: Es bringt Spaß und man lernt ganz nebenbei etwas über fremde Kulturen kennen. Es wird schon gleich zu Beginn klar, dass es Unterschiede in den Kulturen gibt und es eine interessante Art den anderen kennenzulernen.

Schwierigkeiten: einzelne Jugendliche machen sich über bestimmte Begrüßungsrituale lustig. Das passiert meistens aus einer Unsicherheit heraus.

Lösungsvorschlag: Auch hier sollte der Spielleiter eingreifen und eine Erklärung zu dem entsprechenden Verhalten abgeben. Wieder mit der Frage, wie derjenige sich fühlen würde, wenn sich die anderen über ihn lustig machen würden. Das sind meist ganz hilfreiche Fragen.

Hat alles ohne Schwierigkeiten geklappt, sollte der Gruppenleiter die neue Gruppe loben und ihnen sagen, dass er sich auf eine tolle Zusammenarbeit freut. Positive Rückmeldungen wirken oft Wunder und motivieren die jungen Menschen.

 

Karin Schuh

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Die wichtigsten Entwicklungsschritte des                                  Menschen

Entwicklung ist ein Prozess ständiger Veränderung von der Geburt bis zum Tod eines Menschen. Das Hauptziel der Entwicklung ist der Erhalt des Lebens und das Überleben. Dafür müssen die Grundbedürfnisse wie Hunger, Durst und Sicherheit gestillt werden. Zunächst sind wir auf die Hilfe von Vater und Mutter angewiesen. Im Laufe der Zeit lernen wir unsere Bedürfnisse zunehmend selber zu stillen. Wir lernen zu laufen, alleine zu essen und zu gehen und passen uns immer neuen Umständen an. Das Leben erfordert immer wieder neue Anpassung an die dingliche, soziale und gesellschaftliche Umgebung. Entwicklung steht also nie still.

 

Die Entwicklungsprozesse des Menschen werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst, nämlich durch die Erbanlage, die Umwelt, die Wechselwirkung aus diesen beiden Faktoren und der Eigeninitiative.        

 

Die wichtigsten Entwicklungsschritte des Menschen seines Werdens  sind die körperliche, die kognitive, die emotionale, die moralische und die soziale Entwicklung. Diese Schritte laufen nicht hintereinander ab, sondern sind oft voneinander abhängig oder laufen parallel ab.

Die körperliche Entwicklung wird deutlich sichtbar, wenn ein Kleinkind mit ca. 9-12 Monaten lernt sich alleine aufzustellen und bald die ersten Schritte macht, schon bald kann es ohne jede Hilfe laufen.

Die kognitive Entwicklung , also die Entwicklung des Denkens, der Wahrnehmung und der Erkenntnis. Das Kind lernt mit Messer und Gabel zu essen. Zunächst wird dem Kind gezeigt, wie die Gabel zum Mund geführt wird, durch das Nachahmen und selber ausprobieren, wird es die Fähigkeit entwickeln selber zu essen.

Die emotionale Entwicklung beginnt bereits im Mutterleib. Emotionen der Mutter, positive wie negative übertragen sich auf das Ungeborene. Auch Geräusche von außen wirken sich auf die Emotionen aus. Nach der Geburt wird durch den Schutz der Mutter ein Netz geschaffen und es kann eine positive emotionale Entwicklung daraus resultieren.

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Die soziale Entwicklung beginnt mit ca. 6 Monaten. Das Kleinkind lernt in dieser Zeit eine Beziehung zu Menschen aufzubauen und lernt gleichzeitig zu differenzieren.

Bei der moralische Entwicklung lernt das Kind zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Zur moralischen Entwicklung gehört die Empathie. Mit ca 2 Jahren, manchmal auch früher lernt das Kind sich in die Gefühlslage anderer hineinzuversetzen. Weint die Mutter oder ist sie traurig, so ist auch das Kind traurig aber auch umgekehrt freut sich die Mutter, freut sich das Kind. Die moralische Entwicklung erfolgt allerdings etwas später, denn Moral und Werte werden Kindern auch vorgelebt.

 

Insgesamt bin ich der Meinung, dass alle Entwicklungsschritte für ein Kind von großer Bedeutung ist. Damit alle Entwicklungsschritte  positiv verlaufen ist Liebe, Geborgenheit, Zuneigung und Vertrauen von allergrößter Bedeutung. Nur wenn diese Eigenschaften gegeben sind, kann sich ein Kind in allen Bereichen gut entwickeln.

Das Stufenmodell

Pro

Contra

In der Theorie leicht verständlich

Kinder entwickeln sich in unterschiedlichem Tempo

Übersichtlich und logisch

Individualität wird außer Acht gelassen

Auch für den Laien verständlich

Entwicklung ist von Faktoren wie Erbanlagen, Umwelt und Eigeninitiative abhängig

Anerkannt und modern

Nur kognitive Entwicklung wird berücksichtigt

 

Gut in die Praxis übertragbar

Veränderungen finden allmählich statt und können schleichend stattfinden

Schematisch aufgebaut

Keine eindeutigen Trennungen der Stufen

 

Kind wird schnell als nicht normal eingestuft

Das Stufenmodell

 

Die Stufenmodelle dienen als Anhaltspunkt in der Entwicklung eines Menschen. Hier geht man davon aus, dass Entwicklung in miteinander zusammenhängenden Phasen, Stufen oder Stadien ablaufen. Das wahrscheinlich bekannteste Modell, ist das Stufenmodell von Piaget. Dieses Stufenmodell ist sehr schematisch aufgebaut.  Es ist leicht in der Praxis anwendbar, da es in der Theorie leicht verständlich ist und somit auch für den  Laien interessant. Positiv zu bewerten ist auch, dass man eine Tendenz in der Entwicklung erkennen kann, zum Beispiel was kann das Kind mit ca.6 Monaten. Sie sind logisch und übersichtlich strukturiert und allgemein anerkannt.

 

Allerdings gibt es auch einige Nachteile. Kinder entwickeln sich in einem unterschiedlichen Tempo, jedes Kind hat eine andere Erbanlage, andere Umweltbedingungen  oder entwickelt eine unterschiedliche Eigeninitiative. Hier wird die Individualität völlig außer Acht gelassen und die Entwicklung des Kindes über einen Kamm geschoren. Das Kind wird schnell als nicht “normal“ abgestempelt, wenn es noch nicht das kann was erwartet wird. Zum anderen findet keine eindeutige Trennung der einzelnen Stufen statt. Entwicklung verläuft schleichend und allmählich. Als letztes Argument gegen das Stufenmodell spricht, dass hier nur die kognitive Entwicklung des Kindes bewertet wird.

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Das menschliche Denken und seine Entstehung

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

zunächst freue ich mich, dass Sie so zahlreich erschienen sind und mehr über das Thema „Das menschliche Denken und seine Entstehung“ erfahren möchten..

Ich möchte Sie heute über das Konzept der kognitiven Entwicklung, insbesondere das Prinzip der Adaption und der Äquilibration nach Jean Piaget informieren.

Sicher werden Sie mit einigen Fachausdrücken konfrontiert, die Ihnen neu sein werden, ich werde aber versuchen sie Ihnen auf einfache Weise verständlich zu machen.

 

Zunächst einige Sätze zu Jean Piaget selber. Er wurde 1896 in der Schweiz geboren. Er interessierte sich schon sehr früh für die Biologie, insbesondere für Tiere. 1918 promovierte er und ab 1919 arbeitete er an dem Entwurf verschiedener Intelligenztests mit. Später interessierte er sich für die menschliche Erkenntnis, woraus sie entspringt und wie sie sich entwickelt. Dabei beobachtete Piaget auch die Entwicklung der eigenen Kinder und zog daraus wichtige Schlüsse.

Piagets Theorie lautet, dass menschliche Erkenntnis durch aktives Handeln und Interaktion mit der Umwelt entsteht und das Ergebnis eines langen Entwicklungsprozess ist. Er machte es sich zur Lebensaufgabe die menschliche Erkenntnis durch Untersuchungen transparenter zu machen. Er fand heraus, dass die menschliche Kognition mit  zunehmendem  Alter steigt.

 

Erst einmal möchte ich kurz auf die allgemeine Entwicklung des Kindes eingehen. Heute wissen wir, dass die Umwelt einen großen Einfluss auf das Denken, Fühlen und Handeln hat. Zunächst kann das Neugeborene aber nicht unterscheiden zwischen Subjekt und Objekt. Das Subjekt ist sein eigenes Ich, das Objekt kann sowohl Mensch als auch ein Gegenstand sein. Erst im Laufe der Monate lernt das Neugeboren zu unterscheiden. Dieses Lernen bzw. diese Erkenntnis hängt von der Eigentätigkeit  jedes Einzelnen ab und wird mit jedem Tag ausgeweitet. Deswegen sei noch einmal gesagt, Piagets Theorie besagt, dass Eigentätigkeit  der einzige Weg zur Erkenntnis ist.

 

 

 

Ohne Eigentätigkeit sind kein Wissen und keine Entwicklung des Denkens möglich, dazu benötigt es aber auch die Umwelt. Wird dem Individuum sehr viel aus der Umwelt angeboten, hat es die Möglichkeit sich zu entwickeln.  Die Erkenntnis ist eine Interaktion, also ein wechselseitiges Miteinander zwischen Subjekt und Objekt und Eigentätigkeit und Umwelt.

Ein Kind welches immer wieder (auch verschiedene) Gegenstände auf den Boden wirft, kann Erkenntnisse entwickeln, zum Beispiel  ein Gegenstand ist laut, der andere leise, ein Gegenstand fällt schneller nach unten, der andere weniger schnell.

Durch diese Erfahrungen, die das Kind sammelt entwickelt das Kind Denkstrukturen, die für die Entwicklung sehr wichtig sind. Man spricht hier von sogenannten Schemata. Ich wiederhole noch einmal, dass hier die Eigentätigkeit des Kindes eine große Rolle spielt. Je mehr das Kind probiert, umso schneller entwickelt es Denkstrukturen. Hier sprechen wir von der kognitiven Entwicklung.

Im Zuge der kognitiven Entwicklung werden also Schemata und Strukturen ausgebildet. Da diese Entwicklung permanent stattfindet und nie zum Stillstand kommt und auch nicht kommen sollte, hat der Organismus  kognitive Funktionen entwickelt.

 

 

Adaption eine Anpassung an die Umwelt

Eine wichtige kognitive Funktion ist die Adaption. Adaption ist nichts anderes als eine Anpassung. Genau gemeint ist damit, dass das Individuum nach einem Gleichgewicht strebt.

Dies ist das Prinzip der Adaption, also der Anpassung an die Umwelt. Hat das Kind bereits ein Schema ausgebildet, so lernt es auf eine bestimmte Art zu handeln, ohne weiter darüber nachdenken zu müssen. Beispiel, das Kind hat schon gelernt wie man eine Scheibe Brot ist. Es hält das Brot fest, führt es zum Mund, öffnet den Mund, beißt ab und kaut. Bekommt das Kind nun einen Keks, wird es genauso den Keks halten, zum Mund führen, den Mund öffnen, abbeißen und kauen. Das Kind assimiliert. Es lernt neue Erfahrungen in ein bereits bestehendes Schema einzufügen. Wir sprechen hier von der Assimilation. Es geht mit dem Keks genauso um,  wie mit der Scheibe Brot.

Piaget: Assimilation ist die Einordnung von Umwelterfahrungen in ein vorhandenes Thema.

Da der Vorgang der Assimilation vielfältig ist, hat Piaget diese in vier verschiedene Kategorien eingeteilt:

 

1.Die Reproduktive Assimilation (Wiederholung);  zum Beispiel das Wiederholen von Lautketten, wie Ma-ma

2. Die Generalisierte Assimilation (Verallgemeinerung);  das Kind lernt mit der Zeit neben der Muttermilch auch andere Dinge zur Nahrungsaufnahme kennen.

3. Wiedererkennende  Assimilation;  das Kind erlernt das Greifen, nach dem Wiedererkennen der Gegenständen lernt es, diese unterschiedlich zu greifen.

4. Gegenseitige Assimilation kognitiver Schemata, zum Beispiel die Beherrschung komplizierter sportlicher Abläufe

 

 

Neben dieser  Assimilation sprechen wir aber auch von der Akkomodation. Unter Akkomodation verstehen wir eine Anhäufung  oder Anpassung. Dies ist also eine Erweiterung oder eine Anpassung des Schemas, also der kognitiven Struktur, an eine bereits bestehende oder bekannte Situation, die aber wiederum mit dem bestehenden Schema nicht bewältigt werden kann.

Akkomodation findet immer dann statt, wenn Assimilation nicht mehr ausreicht, um ein Problem zu lösen. Zum Beispiel hat das Kind gelernt eine Treppe nach oben zu gehen, möchte es nun die Treppe wieder hinuntergehen, so wird ihm das Erlernte nicht helfen, es muss akkomodieren. Das Schema wird erweitert und das Kind lernt nun die Treppe hinunter zu gehen. Um noch einmal auf das Beispiel der Scheibe Brot und des Kekses zurückzukommen, das Individuum führt  das Keks genauso zum Mund wie die Scheibe Brot. Es assimiliert. Es wird aber feststellen, dass es das Brot biegen kann, das Keks dann aber zerbrechen wird. Es akkomodiert an dieser Stelle. Es ist um eine Erfahrung reicher geworden. Piaget: Erfolgt eine Anpassung an eine Situation oder einen Gegenstand, so handelt es sich um Akkomodation.

Es findet ein ständiges Wechselspiel von Assimilation und Akkomodation statt. Die Assimilation erweitert die Erfahrung, die das Kind macht, die Akkomodation löst Probleme, die die Umwelt stellt und die bisher nicht gelöst werden konnten.

Assimilation und Akkomodation sind also Formen der Anpassung, der Adaption des Individuums an seine Umwelt.

 

Lebende Organismen streben nach einem ständigen Gleichgewicht= Äquilibrium zwischen Assimilation und Akkomodation. Also spielt neben dem Prinzip der Adaption auch das Prinzip der Äquilibration eine wichtige Rolle. Dies ist nun eine weitere wichtige kognitive Funktion.

Da es nie zu einem Stillstand der kognitiven Entwicklung kommt, entsteht bei jedem neuen Problem eine Ungleichgewicht, also eine Störung des kognitiven Systems.

Durch das Streben nach einem Gleichgewicht durch Assimilation und Akkomodation und zwischen Subjekt und Umwelt wird eine höhere Stufe erreicht. Dieses Gleichgewichtsstreben auf immer höherem Niveau nennt Piaget Äquilibration.

Um ein Gleichgewicht herstellen zu können sind allerdings drei Bedingungsfaktoren eine wichtige Voraussetzung.

Dazu gehört die Reifung. Die Reifung ist an der Intelligenzentwicklung beteiligt. Ein kognitives Schema kann aber nur geschaffen werden, wenn das Gehirn eine bestimmte Reife erreicht hat. Der zweite Bedingungsfaktor ist die Erfahrung. Diese wird gesammelt, indem sich der Mensch mit seiner Umwelt auseinandersetzt, wobei wieder das Beispiel genannt werden kann, wie reagiert eine Gegenstand wenn man ihn fallen lässt. Hier sprechen wir von der „dinglichen Erfahrung“. Als letzten Bedingungsfaktor um eine Gleichgewicht herzustellen haben wir die Umwelteinflüsse. Dazu gehört beispielsweise die Schule, die Familie und Freunde. Dieser Einfluss bedingt die kognitive Entwicklung allerdings erst, wenn das Subjekt fähig ist zu assimilieren.

 

Da Entwicklung von der Geburt bis zum Tode stattfindet, werden wir also auch immer wieder mit dem Prinzip der Adaption und der Äquilibration konfrontiert, denn immer wieder gibt es im Lauf des Lebens Grenzen, Hürden und Probleme.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen das Thema einigermaßen verständlich machen.

 

 

 © Steven Hofmeister

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Was versteht man unter dem Begriff Schwarze Pädagogik??

Schwarze Pädagogik

Schwarze Pädagogik ist ein Sammelbegriff aller negativen Erziehungsmethoden früherer Jahrhunderte. Es beschreibt eine Erziehung von staatlichen Institutionen, Organisationen und religiösen Fanatikern, sowie Eltern und Erzieher.

 

Sie ist darauf ausgerichtet den Willen des Kindes zu brechen, und mit Hilfe der offenen oder verborgenen Machtausübung durch Manipulation und Erpressung zum gehorsamen Untertan zu machen.

 

 „Wer nicht hören will muss fühlen“

 

 Ein sehr interessantes Thema, weil ich denke, dass es die Schwarze Pädagogik noch immer gibt und unter dem Deckmantel der gesellschaftlichen Normen und Werte ausgeübt wird.

 

Der Begriff Schwarze Pädagogik wurde von der Soziologin Katharina Rutschky (1977) aus einer Quellensammlung historischer Erziehungstexte eingeführt. Die Verfasser dieser Texte haben die Demütigung der Kinder ausdrücklich befürwortet, denn diese sollten Befehlsempfänger werden. Durch das Hinzufügen von seelischen und körperlichen Schmerz und die gezielte Versagung grundlegender Bedürfnisse, so wie der totalitären Überwachung des Kindes. Neben des Brechens des kindlichen Willens und der lückenlosen Kontrolle, ist auch das bewusst sparsam verwendete Lob ein zentrales Erziehungsmittel. Schwarze Pädagogik wurde auch von der Kirche vertreten „wer sein Kind liebt züchtigt es“ stellte schon Martin Luther in seinem deutschen Katechismus fest.

 Das Kind sollte sich sowohl ohne kritisches Hinterfragen in die Ordnung der Kirche, als auch in die politischen und sittenstrengen Wertvorstellungen einfügen. Kinder sollten mit

 

Aussagen wie: 

 „ Das ist alles zu deinem Wohle“, KONDITIONIERT WERDEN. Das Ideal eines Kindes, das keinen Muckser von sich gibt und wie im Tode erstarrt scheint, haben die Erzieher versucht durchzusetzen, indem sie die Aufmerksamkeit vor allem auf die schwächste Stelle, dem Körper ihrer Zöglinge widmeten. Man glaubte an die reinigende Kraft der Prügel.

 

 Die "schwarze Pädagogik" kennzeichnet sich aus durch:

 

- Erwachsene sind Herrscher

- Erwachsene bestimmen über Recht und Unrecht

- Kindern muss man so früh wie möglich den (eigenen) Willen nehmen

 

 Erzieher sahen sich als unmittelbares Organ der Gottheit. Kinder seien von Natur aus ein leeres Blatt Papier, das der Erzieher beschreiben muss.

Die Mittel der Unterdrückung waren vielfältig: Lügen, Ängstigung, Liebesentzug, Isolierung, Demütigung, Folter.

 Es gehörte zum Alltag, dem Kind falsche Informationen und Meinungen zu vermitteln, z.B. Gehorsam macht stark. Zärtlichkeiten sind schädlich, Eltern haben immer Recht und noch viele mehr. Diese wurden dann treu und gehorsam von Generation zu Generation tradiert (weitergeben).

 

Was für ein Erwachsener wird nun aus einem so aufgewachsenem Kind???

Er kann nur weitergeben was er gelernt und erfahren hat. Der Zugang zu echten Gefühlen ist vermutlich gestört. Der angestaute und nie ausgelebte Zorn verwandelt sich gegen sich selbst (autoaggressiv) oder gegen andere Personen. Einige werden lethargisch, andere neigen zu Gewaltausbrüchen. Das eigene Leiden wird verdrängt oder verharmlost („mir hat der Klaps auch nicht geschadet“) Alles mit dem Ziel seinen Platz in der Gesellschaft einzunehmen, als unkritischer, gehorsamer, pflichtgerechter Befehlsempfänger / guter Erwachsener

 

 

 

 „Wer nicht hören will muss fühlen“

 

Ist diese Redensart tatsächlich verschwunden oder nur in unserem Kulturkreis etwas abgemildert und versteckter ausgeführt ?

Wer kennt sie nicht, die Worte „solange du deine Füße unter meinem Tisch stellst……..!!!“ Trotz aller Erkenntnisse über das kindliche Werden und Entwickeln, haben die Aspekte der Schwarzen Pädagogik beklemmende Aktualität. Wenn ich mich umschaue, kann ich immer wieder beobachten wie Mütter ihre kleinen Kinder gewaltsam mit sich zerren oder öffentlich demütigen. Außerdem wird zu Mitteln gegriffen wie Isolation, Liebesentzug oder es drohen Sanktionen, wie „ warte bis Papa kommt!“ Gesellschaftliche Werte und Normen ändern sich im Laufe der Zeit und somit auch das pädagogische Handeln.

Ich meine, dass statt bedingungsloser Gehorsam oder das Brechen des eigenen Willens, eine freiwillige Beziehung hergestellt werden sollte. Diese sollte nicht auf Täuschung, Trick oder Gewalt beruhen, sondern auf einer pädagogischen Bindung sowie einer positiven Wertschätzung und aus einer wertungsfreien Haltung gegenüber dem Educanten. Ich finde mich sowohl bei Nohl, als auch bei Rogers wieder, die die Meinung vertreten, dass alle pädagogische Maßnahmen dem Wohl des Kindes dienen. Sich in die Welt des Kindes hinein zu versetzten und es so zu akzeptieren wie es empfindet. Nicht ignorieren sondern akzeptieren, auch wenn sie nicht meiner Sichtweise entspricht. Ich kann dem Kind, dem Jugendlichen verschiedene Wege aufzeigen, und ihn dann auf seinem selbst gewählten Weg begleiten.

 

Wir sind gleichwertig, aber nicht gleichberechtigt. 

Erzieht eure Kinder dazu, glücklich zu werden. Wenn sie erwachsen sind, sollen sie nicht den Preis der Dinge kennen, sondern ihren Wert.

 

 

 

 

 

© Steven Hofmeister

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Knete als Sinnesmaterial

Wampel - Knete leicht gemacht und ein riesen Spaß für die Sinne
Wampel - Knete leicht gemacht und ein riesen Spaß für die Sinne

Welche Sinne werden angesprochen?

·         Taktile Wahrnehmung

Das Sinnesorgan unserer taktilen Wahrnehmung (auch Tastsinn genannt) ist die Haut. Rezeptoren an der Hautoberfläche fungieren als Empfänger unterschiedlicher Reize wie Druck, Temperatur, Berührung oder Schmerz. Die Tastkörperchen leiten die Reize als elektrisches Signal über die Nervenbahnen an das Gehirn weiter.

 

·         Visuelle Wahrnehmung

Die visuelle Wahrnehmung ist die Fähigkeit, visuelle Reize zu erkennen, zu unterscheiden und sie durch die Assoziation mit früheren Erfahrungen zu interpretieren. Im Normalfall entwickelt sie sich am stärksten im Alter von 3 bis 7 Jahren.

 

·         Haptische Wahrnehmung

Die haptische Wahrnehmung  ist die Vereinigung von taktiler Wahrnehmung und kinästhetischer Wahrnehmung und dient damit der Wahrnehmung von Gefühlen wie beispielsweise Berührungen, Härte oder Hitze. Zuständig für diese Sinneswahrnehmung ist die Gesamtheit aller Tast-, Wärme- und Kälte- Rezeptoren.

 

Warum haben wir uns für Knete entschieden?

·         Knete kann sich jeder leisten oder sogar selber machen, Und das selber machen macht auch noch richtig Spaß.

·         Knete spricht verschiedene Sinne an

·         Knete fördert   die Kreativität, da man selbst konstruieren kann

     die Grob- und Feinmotorik, da sie mit den Händen arbeiten

                     die Fantasie, weil sie eine eigene Welt bilden können

  Knete-Rezept:

  • 1/2 Tasse lauwarmes Wasser
  • 1/4 Tasse Salz
  • 1 EL Öl
  • 2 Tassen Mehl
  • Lebensmittelfarbe
  • Als besonderes freiwilliges Highlight Duftöle zb: rote Knete mit Erdbeeren Duft ;) 

 


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Warum pädagogische Kinderbücher?

Unsere Kleinsten sollten im Umgang mit Medien erzogen werden. Ein gutes pädagogisches Kinderbuch ist gold wert, und wesentlich wertvoller als das Fernsehen oder Pc-Spiele. Einige Kinder haben zum Zeitpunkt ihrer Einschulung sprachliche Defizite. Die Seh- und Hörentwicklung bildet sich sehr unterschiedlich aus, die aber zum Ende der Grundschulzeit in der Regel endgültig abgeschlossen ist.

Die Sprache und die Leseentwicklung und damit auch der zukünftige Weg durch die Schule, hängen von der Begabung und einer angemessenen Förderung des Kindes ab.Und das können Sie mit viel Spaß und Liebe unterstützen.

Im Kleinkindalter sind es die engsten Bezugspersonen (Mutter, Vater, Geschwister), welche die Sprachentwicklung fördern, aber auch hemmen können. Es ist wichtig, dass viel mit dem Kleinkind gesprochen wird und es genügend Anregungen bekommt, selbst zu sprechen. Oft wird mit dem Baby in Babysprache gesprochen, was ja auch zu süüüüß ist, aber für die Sprache unseres Schatzes nicht gerade förderlich.

Die Liebe zu Büchern muss auch erst erlernt werden. Sie können das Gefühlsleben des Kindes beeinflussen. Kinderbücher können generell das Interesse an Büchern wecken und sind ein wichtiges Bildungsmittel. Pädagogische Kinderbücher und Bilderbücher können hier eine wichtige helfende Rolle zur frühen Sprachförderung einnehmen. Aber nicht nur die Sprache und die Erweiterung des Wortschatzes sind dabei von Bedeutung, sondern sie fördern auch die sozialen und emotionalen Ebenen des Kindes. Für jedes Alter bekommen Sie ein passendes Kinderbuch um ihren Schützling optimal zu unterstützen.

Pädagogische Kinderbücher gibt es zu fast jedem Thema

Pädagogisch wertvolle Kinderbücher zu den Themen: Selbstbehauptung, Äußerlichkeiten, Streiten, Helfen. Wir erstellen gerade eine umfangreiche Liste ( hier steht dann der Link ) 

 

 

Wampel sagt: "Danke fürs Doofsein" findet ihr bei uns im Shop, das kuschelige Wampel natürlich auch.

Pädagogische Elementarbilderbücher für unsere Kleinsten

Für 0-3 jährige Kinder gibt es sogenannte Elementarbilderbücher, in welchen Gegenstände die dem Kind vertraut sind, abgebildet sind. Hierbei handelt es sich meist um realistische Gegenstände wie Spielzeug, Schnuller, Tasse, Trinkflasche, Bauklötze etc. Durch die harmonische und farbliche Gestaltung sind diese Bücher sehr ansprechend für Kleinkinder. Sie sind nicht zu überladen und konzentrieren sich auf das Wesentliche, einfarbiger Hintergrund mit einem Hauptmotiv, oder ähnliches.
Elementarbilderbücher für Kinder sind aus einem stabilen Material gebaut, und haben sehr dicke Seiten aus mehreren Schichten Pappe und haben ein für Kleinkinder handliches Format. Die Ecken und Kanten sind abgerundet um Verletzungen vorzubeugen.

Welchen Nutzen haben pädagogische Bilderbücher?

Sie regen die Sinne  und eine Vertiefung der Begriffsbildung bei unseren Lieben an. So schauen sie sich  z.B. einen Schnuller zusammen an und benennen dabei den Gegenstand. Das ist verständlich und einprägsam für unsere Kinder. Sie erweitern den Wortschatz des Kindes damit und fördern die Sprachfähigkeit. Der Prozess des Wiedererkennens wird dabei auch gefördert. Die motorischen Fähigkeiten werden beim Umblättern der Seiten trainiert . Sie geben ihrem Kind die Möglichkeit seine negativen und positiven Erfahrungen mit einigen Gegenständen leichter zu verarbeiten. Die Kreativität und Phantasie wird angeregt, Kinderbücher inspirieren und befriedigen die kindliche Neugier die Welt zu entdecken. Und wenn sie ihrem Kind vorlesen, z.B. als Ritual vor dem Schlafen gehen, schafft das Vertrauen. Und Vertrauen gibt Sicherheit. Und Sicherheit beruhigt. Unsere Gipfelstürmer brauchen sichere Basislager. 

 

Grenzen geben Geborgenheit, Liebe gibt Freiheit.

 

Bilderbücher

 

Für ältere Kinder ab zwei bis drei Jahre gibt es Bilderbücher zu vielen Themen, die dem Interesse des Kindes angepasst werden sollten. Aber auch die Entwicklung ist ziemlich individuell und soll nur eine leichtere Orientierung für die Eltern sein. Unser Sohn ist 1 Jahr und liebt Bilderbücher mit Traktoren und Autos. Wenn er sich verschiedene Kinderbücher anschaut, nimmt er ganz gezielt Bücher mit abgebildeten Treckermotiven.

Kinderbücher sind wichtig für die Entwicklung unserer Kinder. Es kann die Fantasie anregen, das Kind kann in eine Welt abtauchen und seine eigenen besonderen Abenteuer erleben.

 

Es gibt verschiedene Arten von Bilderbüchern, es wird unterschieden zwischen :

 

 - Fantasie Bilderbuch

 - Märchenbüchern

 - Religöse Bilderbüchern

 - Sachbilderbuch

 - Tierbilderbuch

 - Problemorientiertes Bilderbuch

 

Warum Fantasybilderbücher und Märchenbücher?

Sie regen die Fantasie an und helfen bei der Weiterentwicklung.

Die Entwicklung von ästhetischem Empfinden wird gefördert sowie auch die kindliche Entwicklung und Erweiterung des Horizonts.

Der Humor kommt auch nicht zu kurz.

Märchenbücher besonders die Klassiker vermitteln ein Gefühl für Gut und Böse.

 

Wenn wir nicht wissen wer böse ist, woher sollen wir wissen wer gut ist ?

Ohne Dunkelheit, gibt es auch kein Licht.

Warum Religöse Bilderbücher ?

Das Kind bekommt Informationen über religöse Inhalte.

Werte und Normen können vermittelt werden z.B. verzeihen können, Nächstenliebe, Toleranz und Rücksicht.

Kinderbücher zu diesem Thema, für Kinder zwischen 6 - 12 Jahren gibt es eine Menge zu finden.

Warum Sachbilderbücher und Tierbilderbücher ?

Die Kinder können gezielt nachschlagen. Das Wissen wird erweitert und es weckt die Freude Dingen auf den Grund zu gehen.

Auch die Neugierde kann gestillt werden, und unsere Kleinen bekommen Informationen auf kindgerechte Art und Weise.

Tierbücher lassen die Tierwelt ein Stück lebendig werden und vermitteln Wissen.

Warum problemorientierte Kinderbücher ?

Solche Bücher machen den Kindern Mut. Es geht um Situationen in denen sich das Kind vielleicht schon einmal selbst befand, und so kann es sich mit den Personen identifizieren. In der Regel handelt es sich in problemorientierten Bilderbüchern um realistische Ereignisse. Es werden Themen behandelt, die dem Kind im Alltag begegnen können z.B. Streit unter Geschwistern, Außenseiterrolle, Zahnarztbesuch usw. Das Gefühl, es kann auch anderen so gehen, ist eine Erkenntnis für das Kind, welche entlastend sein kann. Das fördert u.a. auch die Empathie und sie lernen ihre eigenen Probleme besser zu bewältigen. Das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit wird gestärkt.

Die Liebe entdecken lassen

Welches Buch ist richtig für mein Kind ??

Das lässt sich schwer beantworten. Jedes Kind ist ein Individuum mit eigenem Geschmack, Wünschen, Ängsten und Talenten. Ein Buch sollte das Kind in den Bann ziehen. Gehen Sie doch einfach mal mit Ihrem Kind in die Bücherei und lassen es sich ein Buch aussuchen.                       Das Kind hat ein Recht auf seinen eigenen Geschmack und trotzdem sollten Eltern ein Auge darauf haben was gelesen wird. Bücher fördern die unterschiedlichsten Fähigkeiten, deswegen sollten wir unsere Kinder spielerisch zum Lesen erziehen. Nur so hat das Buch eine Chance ein treuer und geliebter Begleiter zu werden und beschert  viele spannende Stunden.

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Emotionen besser verstehen, und eine interne Verlosung

In der schönen Stadt Itzehoe, 

wurde das Thema Emotionen, in einer Grundschule etwas genauer betrachtet und bearbeitet.

 

Jungen ärgern Mädchen, Mädchen ärgern Jungen.  Sie sagen: höre bitte auf damit und lachen dabei. Der Ärgernde geht dabei natürlich von einem Spiel aus und macht weiter.

 

Um ein besseres Verständnis für Gefühle und Emotionen auf spielerische Art und Weise zu bekommen, haben die Kinder aus der 3. Klasse die Wampel - Emotions Scheibe gebastelt. Wir waren so begeistert, dass wir ein Wampel -Set für eine interne Verlosung bereitgestellt haben. Die Emotionscheiben sind alle so toll geworden. Wir haben so viele Einsendungen bekommen, dass wir leider nicht  alle zeigen können. Und eine beste oder schönste Scheibe gibt es nicht, denn alle sind super - wampeltastisch geworden

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Lebkuchenhaus backen, und die Weihnachtszeit mit Wampel einläuten.

Unser Lebkuchenhaus, mit Wampel.


Die kalte Zeit wo wir doch etwas mehr drin sind,  verlockt gerade dazu ein Lebkuchenhaus zu basteln, backen. 


Wir haben ein fertiges Set gekauft. Und es mit unseren eigenen Süßigkeiten verfeinert;)


Der Aufwand ist nicht zu groß und es macht richtig Spaß. 


Puderzucker nicht vergessen, Zitrone und Eier für den Zuckerguss.


Rezepte für den Zuckerguss gibt es im www.

Und wenn sie kein fertiges Set kaufen wollen, Lebkuchen kann man auch selber backen, aber dann natürlich mehr Zeit einplanen, oder auf zwei Tage verteilen.


Einfacher, aber Kreativer geht es auch mit Butterkeksen, da haben die Baumeister/in viele Freiheiten. Das werden wir auf jeden Fall noch einmal machen. Das macht 

total viel Spaß.

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Tipps zur elterlichen Leseförderung

Lesen ist eine Grundvoraussetzung in der heutigen Gesellschaft

Lesen dient der schulischen und beruflichen Qualifikation

Bessere Lese- und Rechtschreibleistungen werden erbracht

Das Buch als Informationsquelle, Unterhaltung, Kommunikationsmittel oder Ausdrucksmittel erleben.


Warum soll ich schon frühzeitig  anfangen, meinem Kind vorzulesen?


Bücher gibt es schon für die Kleinsten.Das Vorlesen ist eine gut angelegte Investition.

Mit dem Vorlesen wird die  natürliche Neugier ihres Kindes geweckt und die Phantasie wird angeregt

Kinder entwickeln Geduld, werden neugierig darauf wie eine Geschichte weitergeht

Durch das Vorlesen werden die Motivation und der Spaß am Lesen gelehrt


Wie schaffe ich es, dass mein Kind auch später Lust hat zu lesen?


Sie haben eine Vorbildfunktion. Kinder wollen nachmachen. Mama liest die Zeitung, das wollen sie auch!

Kinder haben unterschiedliche Bedürfnisse, Wünsche und Interessen. Darauf sollten Sie eingehen!

Sie sollten Bücher auswählen, die dem Alter entsprechend sind. Eine Über- oder Unterforderung entwickelt Unlust.

Das Lesen sollte immer  mit positiven Gefühlen verbunden sein.

Machen Sie niemals den Fehler das Lesen als Strafe einzusetzen!!


Wann sollte ich meinem Kind vorlesen?


Nur, wenn ausreichend Zeit ist! Die Fragen der Kinder beantworten. Das Ende einer Geschichte auch einmal selber erfinden. Sollte einmal keine Zeit sein, dürfen Sie  auch einmal zu einer Hörkassette greifen

Das Lesen zum Ritual werden lassen. Dazu bietet sich der Abend , die zu Bettgehzeit, an. Es fördert die Gemeinsamkeit zwischen Ihnen und ihrem Kind.

Es fördert die Gemeinsamkeit zwischen Ihnen und ihrem Kind.


Wie finde ich das richtige Buch?

Im Internet wird Literatur vorgestellt und Empfehlungen ausgesprochen.

Die „Stiftung Lesen“ gibt eine Orientierung

Die „Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien“ spricht Empfehlungen aus

Die Buchhandlung hat ein großes Angebot und bietet fachmännische Beratung

In Bibliotheken können Eltern mit ihren Kindern stöbern, hier finden auch Vorlesenachmittage statt.

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Laterne basteln

Laternenanleitung a la Wampel

 

Du benötigst einen Karton der groß genug für deine Wampelvorlage ist, je stabiler er ist desto besser, deckende Malfarben, Teelicht, Schere oder Cutter (mit einem Cutter geht es besser), Klebe, Alufolie, Malertape, durchsichtige dicke Plastikfolie aus Bastelladen, Stock, Band oder Draht und Verzierungen, wie z.B Glitzersteinchen.








Die Vorlagen zum Ausdrucken

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Wampellaternenvorlage.jpg
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Wampellaternenvorlage2.jpg
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Zeichne die Wampelvorlage auf deinen Karton und schneide sie vorsichtig aus (am besten hilft dir deine Mutti oder dein Vati mit dem Cutter).

Oben sollte dein Karton offen bleiben oder ein großes, ovales Loch hineingeschnitten werden.

 

Den Karton nun z.B. in dunkelblau von innen und von außen anmalen. 


Den Pappwampel in Wampelfarben anmalen und einen roten Glitzerstein auf den Bauchnabel kleben. Die Wampelvorlage kann nun wie Wampels Rückseite angemalt werden. Rolle nun aus Alufolie einen Schwanz für Wampel (einfach mit einer Rolle, die du ein bisschen rund biegst). Diese wird nun mit Malertape umwickelt und beige und rosafarbene Streifen daraufgemalt. Wenn alles getrocknet ist, wird der Papierwampel auf die Rückseite des Kartons geklebt und ein Loch für den Schwanz gebohrt. Den Schwanz hindurchschieben und an der Kartoninnenseite gut mit Malertape oder Tesafilm festkleben. Da kannst du ruhig großzügig sein, ist egal wie das aussieht, Hauptsache es hält ;) Denn davor wird nun der Pappwampel geklebt.



Vor den Pappwampel kannst du das Teelicht kleben, damit es nicht verrutscht. Die dicke Plastikfolie in Kartongröße zuschneiden.

Sie wird von oben in die Laterne geschoben und darf  nicht zu klein sein, damit sie nicht verrutscht. Diese wird nämlich nicht festgeklebt, damit du sie immer hochziehen kannst, wenn du das Teelicht anzünden willst.

Jetzt bist du fast fertig, nur noch oben zwei Löcher in die Kartonseiten bohren und das Band an den Innenseiten mit Doppelknoten vor dem Rausrutschen bewahren. Den Stock in der Mitte festknoten. (Ein Erwachsener kann dir auch einen Schlitz in den Stock ritzen damit das Band nicht verrutscht.) Jetzt kannst du noch Glitzersterne auf deine Wampellaterne kleben oder andere Verzierungen.

Wenn du, wie ich, ein bisschen ungeduldig bist, kannst du deine Mutti oder deinen Vati fragen, ob sie dir die Kerze anzünden (die Plastikfolie wieder runterschieben) und das Licht ausschalten. Anschließend mit dir die Wampellaterne bestaunen und so laut Laternenlieder singen, wie ihr könnt. Damit eure Wampellaterne ihren Geburtstag auch gebührend feiern kann. Als kleinen Snack vielleicht ein paar Erdbeermarmeladenkekse? Und für die gemütliche Stimmung ein paar weitere Kerzen. Viel Spaß beim Wampeln

 


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11,000 followers on Twitter

You just reached the milestone of 11,000 followers on Twitter. http://twopcharts.com/profile/1Wampel

Kaum zu glauben aber wahr. Wir freuen uns riesig, unser kleines Netzwerk aus lieben Menschen wächst. Vielen Dank ;) für die netten Briefe und Anregungen. Wir werden versuchen viele Ideen umzusetzen. Und wir freuen uns weiterhin über eure Briefe,Postkarten, Emails und sind offen für Kritik,Partnerschaften,Kooperationen,Ideen,Wünsche und was ihr sonst so noch auf dem Herzen habt.


Liebe Grüße 


Wampel


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Leckere Brombeer-Marmelade                                        selbstgemacht

Die Blütezeit reicht von Mai bis August, also los geht es ab in den Wald und Brombeeren pflücken.Das Wort Brombeere hat sich aus dem althochdeutschem Wort brämberi Dorngebüschbeere oder Beere des Dornstrauchs, entwickelt. Es macht viel Spaß sich auf die Suche nach der leckeren Frucht zu begeben. Frische Luft, ein toller Sparziergang. Und beim Pflücken kann man auch noch ordentlich naschen. Klar können Sie sich Ihre Beeren einfach im Discounter oder Supermarkt kaufen, aber gerade Kindern macht es mehr Spaß, sie selbst zu sammeln! Und vor allem schmecken Früchte aus "eigener" Ernte noch mal extra superwampeltastisch lecker.


Und Lehrstoff bietet das Sammeln auch – beim Pflücken und Naschen kann man den Kids ganz nebenbei das ein oder andere Stück Botanik beibringen.  Bäume, Sträucher und Kräuter gibt es wirklich viel zu sehen. Oder der immer wieder Spaß bringende Klassiker "Verstecken" lässt sich auch prima einbringen. Ihrer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Ungeeignet sind Plastiktüten, bei heißem Wetter können Ihre Beeren darin schnell faulen. Das Heimbringen der „Schätze“ ist am besten in Körben; sie lassen Luft an die Beeren. Kleine Plastikeimer gehen auch, sind aber zweite Wahl, weil die Früchte darin leichter beschädigt werden. 

Achten Sie beim Pflücken darauf, dass Sie möglichst reife, aber noch nicht zu weiche Beeren erwischen, denn die zerquetschen zu leicht. Genau richtig sind die Beeren, wenn sie sich mit ihrem Blütenboden gut von den Kelchblättern am Strauch lösen. Wer Marmelade oder Gelee einkochen will, sammelt überreife, sehr weiche und noch feste Beeren am besten getrennt.

Bei niedrig wachsenden Pflanzen und deren Beeren ist Vorsicht geboten: Daran haften möglicherweise Fuchsbandwurmeier, die die tödlich verlaufende Krankheit Echinokokkose auslösen können. Nehmen Sie solche Beeren nur für Marmelade oder Kompott: bei Kochtemperaturen über 60 Grad werden die Krankheitserreger sicher abgetötet. Waschen oder Tiefgefrieren ist dagegen wirkungslos! Himbeeren und Brombeeren pflücken Sie also besser von den höher gelegenen Zweigen ab. 

Machen Sie Ihrem Kind klar, dass es nie allein pflücken darf und Ihnen seine Ernte immer erst zeigen muss, bevor es sie vernascht.

Wer nicht völlig zerkratzt und zerschunden seine Schätze nach Hause tragen mag, der sorgt für sich und sein Kind besser mit langen Hosen, festen Schuhen und eventuell robusten Handschuhen vor! Die feinen, aber zahlreichen Dornen an Brombeer- und Himbeersträuchern sind ziemlich fies.

Unsere Ausbeute war ziemlich gut ;)

Brombeeren - Marmelade Rezept

Zutaten:

Ihr braucht: 500g Brombeeren

                    250g Gelierzucker (2:1)

                    1/2  Zitrone (ein Spritzer)

                    3 Marmeladen Gläser gründlich abgewaschen.

Los gehts,

Ihr müsst ca.15 min. Arbeitszeit einplanen.

Die Brombeeren verlesen, gründlich waschen und abtropfen lassen, am besten in einem Sieb. Jetzt müssen Sie die Brombeeren in  einen hohen Topf geben und mit Gelierzucker und Zitronensaft (Zitrone wie es am besten schmeckt) vermischen. Bei starker Hitze dann alles zum Kochen bringen und ständig rühren, sonst brennt es an.

Wenn Sie mögen, können Sie die Brombeeren dabei mit einem Kartoffelstampfer bzw. einem Pürierstab auch noch etwas feiner zerkleinern. Wenn das Kochgut kräftig sprudelt noch vier Minuten unter weiterrühren bei gleicher Temperatur kochen lassen. 

Anschließend die Marmelade sofort in zuvor heiß ausgespülte Gläser füllen. Diese verschließen und für zehn Minuten auf den Deckel stellen. Das ist wichtig damit sich das Vakuum bilden kann. Danach abkühlen lassen und die Marmelade bis zum Öffnen kühl lagern (z.B. im Keller). Wenn man ganz feine Marmelade möchte, kann man sie vorher auch durch ein Sieb gießen. Wampel möchte unbedingt noch sagen, dass das Marmeladenrezept natürlich auch mit Erdbeeren funktioniert!!!

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Basteln mit Wampel für Kinder/Eltern oder die Rasselbande

Die Multi-Wampel-Funktionsscheibe

 

Wer ist denn mit wampeln dran?


Ganz einfach festzustellen mit dieser Bastelidee ;) Wir haben für euch alles fertig, ihr braucht nur einen Drucker,Schere,Klebe,Stifte, und eine Heftklammer. Wir freuen uns über Fotos von euren fertigen Multi-Wampel-Funktionsscheiben. Ihr könnt uns gerne eine Email schreiben an 1wampel@gmx.de. Die schönsten Scheiben veröffentlichen wir dann hier ;)

 

Es gibt sehr viele Möglichkeiten so eine Multi-Wampel-Funktionsscheibe zu benutzen und unterschiedliche Arten eine zu basteln. 1.Variante: Diese als Auswahlscheibe zu basteln. Dabei werden Fotos der Familie verwendet. Bei der Zimmertürscheibe werden Fotos von dem Zimmerbewohner oder dessen Lieblingsaktivitäten gemacht, dazu mehr bei Punkt 2).

 

1) Bei der Auswahlscheibe hat man die Möglichkeit als Ritual, z.B. vor dem Essen, den Zeiger der Wampelscheibe zu drehen und so jemanden auszuwählen, der den Essensspruch sagen darf und sich zuerst auffüllen darf. Oder entscheiden darf was es

zu Essen gibt. Da sind eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt.

 

Hier Wampels Lieblings Essensspruch:

 

Wir bedanken uns für dieses schöne Essen,

wir werden diese Mahlzeit nicht vergessen.

Das Korn uns nährt, das Fleisch uns schmeckt,

Gemüse uns lehrt, wie man sich davon reckt

und die Lust nach Erdbeeren weckt.


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Wampel unser Held aus den             Kinderbüchern.

Hat jetzt seinen eigenen kleinen Film auf YouTube bekommen. Es war ein lustiger Nachmittag und wir hatten viel Spaß. Das Wetter hat auch mitgespielt. Wir waren mit Wampel und unserer Tochter bei uns im Garten. Danach ging es zum Strand. Barfuß im Sand zu laufen war ein tolles Gefühl, das Meer war uns aber doch noch etwas zu kühl;)


Zu dem Video kommst du hier oder wenn du auf YouTube klickst. Wenn es dir gefällt, dann freuen wir uns über dein Kommentar oder wenn du es mit deinen freunden teilst.

 

Liebe Grüße 


Wampel

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Hipp Hipp Hurra der  kuschelige  Wampel ist bald da

Hallo liebe Besucher,

Das erste pädagogische Kinderbuch von Wampel.net  Wampel sagt:" Danke für's Doofsein" erfreut sich großer Beliebtheit.  Wir starten nun den nächsten großen Schritt. Die auffällig süße Hauptfigur aus dem Buch, das Wampel  wird auch bald verfügbar sein.  Ein genaues Datum können wir noch nicht bekannt geben.

 

Das knuffelige  Wampel wird erstmals nur bei Wampel.net online erhältlich sein.

Wir sind schon ganz euphorisch und freuen uns, euch darüber berichten zu können.


 

Unser lieber Wampel wird handgenäht, nach Spielwarennorm  für Deutschland und Europa: DIN-EN71, CE. Er ist aus Stoffen, die speichel- und schweißfest sind. Sie sind frei von giftigen AZO Stoffen. Für Babys und Kleinkinder auch unter drei Jahren also bestens geeignet. Die verwendeten Stoffe und Füllungen sind sowohl für Allergiker geeignet als auch bei 30 Grad in der Maschine waschbar. Der kuschelige Wampel aus hochwertigem und sehr weichem Super Soft Velboa Plüsch hat eine Größe von ca. 35 cm. Bitte beachten Sie, dass es zu kleinen Varianzen des Musters kommen kann, da jeder Wampel zum Großteil in Handarbeit gefertigt wird und somit ein kleines besonderes Unikat ist.


Wir warten gespannt und halten euch auf dem Laufendem.

 

Liebe Grüße

 

Euer Wampel ;)

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